Mitgliederzahlen Krankenkassenmitarbeitern drohen Lohnkürzungen

Sinkende Mitgliederzahlen bringen viele Krankenkassen in Bedrängnis. Deshalb wollen sie nach SPIEGEL-Informationen die Gehälter um bis zu 13 Prozent kürzen - und die Arbeitszeit ohne Ausgleich reduzieren.
Mitgliedskarten von Krankenkassen: Tarifkürzungen gefordert

Mitgliedskarten von Krankenkassen: Tarifkürzungen gefordert

Foto: dapd

Krankenkassen

Hamburg - Die finanziellen Schwierigkeiten einiger gesetzlicher spitzen sich offenbar zu. Darauf lässt der erste Entwurf "einer Rahmentarifvereinbarung zur Bewältigung von Notlagen" schließen, den die Gewerkschaft Ver.di dem Verband der Ersatzkassen in der vergangenen Woche vorgelegt hat. Vor allem die drittgrößte Krankenkasse, DAK, und die KKH-Allianz hatten Ver.di zufolge Tarifkürzungen gefordert.

Arbeitszeit

Sollten die Regelungen umgesetzt werden, müssen Tausende Kassenmitarbeiter bald auf bis zu 13 Prozent ihres Bruttogehalts verzichten. Für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer könne "zur Abwendung der Notlage" die von 38,5 Stunden um bis zu fünf Stunden "ohne Vergütungsausgleich" reduziert werden, heißt es in dem Entwurf. Wirksam soll der Vertrag nur dann werden, wenn der Mitgliederschwund bei einer Kasse so dramatisch ausfällt, dass diese eigentlich Personal abbauen müsste. Allein die DAK hat seit der Einführung des Zusatzbeitrags mehr als 460.000 Versicherte verloren.

dab
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