Mobilfunk-Fusion EU-Kommission erlaubt E-Plus-Übernahme durch O2

Die EU erlaubt eine Mega-Übernahme auf dem deutschen Mobilfunkmarkt: O2 und E-Plus dürfen sich zum größten Anbieter von Handyverträgen zusammenschließen. Allerdings stellen die Wettbewerbshüter Bedingungen.
O2 übernimmt E-Plus: Mobilfunk-Zusammenschluss unter Bedingungen

O2 übernimmt E-Plus: Mobilfunk-Zusammenschluss unter Bedingungen

Foto: MICHAELA REHLE/ REUTERS

Frankfurt - Die EU hat eine geplante Riesenfusion auf dem Mobilfunk-Markt erlaubt. Die Übernahme von E-Plus durch die spanische O2-Mutter Telefónica Deutschland werde genehmigt, sei aber an Auflagen gebunden, teilte die Behörde mit.

Durch die 8,6 Milliarden Euro schwere Fusion entsteht der nach Kunden größte Mobilfunkanbieter in Deutschland. Telefónica muss jedoch bis zu 30 Prozent seiner Netzkapazitäten in Deutschland abtreten und ein Radiowellenspektrum sowie andere Vermögenswerte verkaufen. Dies soll neuen Wettbewerbern Zugang zum deutschen Markt gewähren und kleinere Konkurrenten wettbewerbsfähiger machen.

Die Verpflichtungen würden gewährleisten, dass die Übernahme von E-Plus den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt nicht beeinträchtigen, erklärte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. "Verbraucher werden weiterhin in den Genuss der Vorteile eines wettbewerbsorientierten Markts kommen."

O2 hatte in der vergangenen Woche bereits angeboten, 20 Prozent seiner Netzkapazitäten in Deutschland an den Konkurrenten Drillisch abzugeben. Nun muss die Telefónica-Tochter offenbar noch weitergehen, um E-Plus übernehmen zu dürfen.

ade/dpa/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.