Mögliche Yahoo-Übernahme Microsoft verbündet sich mit Firmenjägern

Im zweiten Anlauf soll es endlich klappen: Microsoft plant laut einem Zeitungsbericht erneut die Übernahme des angeschlagenen Internetpioniers Yahoo. Demnach hofft der Software-Gigant dabei auf Schützenhilfe von milliardenschweren Verbündeten.

Yahoo-Zentrale im kalifornischen Sunnyvale: Konzern in der Krise
AP

Yahoo-Zentrale im kalifornischen Sunnyvale: Konzern in der Krise


Sunnyvale - Dieser Versuch muss sitzen. Nachdem Microsoft vor drei Jahren schon einmal mit einem Übernahmeangebot für Yahoo Chart zeigen scheiterte, plant der von Computer-Pionier Bill Gates gegründete Konzern nun offenbar einen neuen Anlauf - und zwar mit Hilfe von Finanzinvestoren.

Die Idee sei, dass Microsoft mehrere Milliarden Dollar aufbringe und die Investoren um die Firma Silver Lake Partners den Rest, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Demnach hätten mindestens neun große amerikanische Investoren ein Angebot für Yahoo Chart zeigen durchgespielt. Das Unternehmen kostet an der Börse aktuell rund 20 Milliarden Dollar.

Für Microsoft Chart zeigen wäre es ein Schnäppchen im Vergleich zum vorherigen Kauf-Versuch im Jahr 2008. Damals bot Konzernchef Steve Ballmer rund 45 Milliarden Dollar. Yahoo-Gründer Jerry Yang ließ ihn damals abblitzen.

Diesmal stehen die Chancen wohl besser. Denn Yahoo steckt tief in der Krise. Das Unternehmen hat bei einigen Produkten wie seinem E-Mail-Dienst zwar bis zu 700 Millionen Nutzer - es gelingt Yahoo aber bisher nicht, die hohen Nutzerzahlen in ansehnliche Werbeeinnahmen umzumünzen.

Yahoo musste bereits die eigene Suchmaschinen-Technologie aufgeben und auf Microsofts Bing umsatteln. Zuletzt litt die Firma im Kampf um Werbe-Dollar immer mehr unter der starken Konkurrenz von Google Chart zeigen und des weltgrößten Online-Netzwerks Facebook.

Yahoo sucht einen neuen Chef

Neben Silver Lake Partners nennt das "Wall Street Journal" als weitere Interessenten die Finanzinvestoren Blackstone Chart zeigen, TPG Chart zeigen, KKR Chart zeigen, Bain Capital, Carlyle Group, Hellman & Friedman, Providence Equity und Warburg Pincus - allesamt große Namen in der Branche.

Die Yahoo-Aktie kostete zum Börsenschluss am Mittwochabend knapp 16 Dollar. Einige Finanzinvestoren glaubten, dass ein Deal zum Preis von 16 bis 18 Dollar pro Aktie machbar sein könnte, schrieb die Zeitung.

Der Yahoo-Verwaltungsrat prüft gerade alle Optionen, darunter auch einen Verkauf des Unternehmens. Zugleich wird ein neuer Konzernboss gesucht, nachdem die bisherige Chefin Carol Bartz gefeuert worden war.

Ihr wurde vorgeworfen, die Geschäftsentwicklung nicht schnell genug verbessert zu haben. Wie lange der Entscheidungsprozess dauern könnte, ließ das Unternehmen am Vortag bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal offen. Im zurückliegenden Vierteljahr waren Umsatz und Gewinn erneut zurückgegangen.

stk/dpa-AFX



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