Hasbro und eOne Monopoly-Macher übernimmt Peppa-Wutz-Produzenten

Das US-Unternehmen Hasbro ist bekannt für sein Spiel Monopoly. Nun kauft die Firma den TV-Produzenten Entertainment One. Der hat viel Kindgerechtes im Angebot - aber auch eine populäre Zombie-Serie.

Die Britin soll amerikanisch werden: Aufsteller von Peppa Wutz in Peking
WANG Zhao / AFP

Die Britin soll amerikanisch werden: Aufsteller von Peppa Wutz in Peking


Der US-Spielzeughersteller Hasbro wird das britisch-kanadische Fernseh- und Filmproduktionsunternehmen Entertainment One (eOne) übernehmen und will damit sein Geschäft im lukrativen Unterhaltungsmarkt für Kleinkinder verstärken. Die beiden Firmen einigten sich auf einen Preis von vier Milliarden US-Dollar, teilte Hasbro mit.

Hasbro ist bekannt für das Spiel Monopoly, stellt aber auch die Power-Ranger-Figuren und Nerf-Spielzeugwaffen her. Der Spielzeughersteller stößt mit Zukäufen kleinerer Firmen und Kooperationen mit großen Studios immer mehr auch in die Produktion von TV-Serien und Filmen vor, um dann entsprechende Spielzeugfiguren und Werbeartikel herzustellen. So verkauft es inzwischen auch Figuren zu den "Avengers"-Filmen.

Zu den eOne-Produktionen gehört unter anderem die erfolgreiche Zeichentrick-Kinderserie "Peppa Pig", die auf Deutsch "Peppa Wutz" heißt. Die weltweit ausgestrahlte Serie handelt von den Abenteuern des Schweinemädchens Peppa und ihres Bruders George. Sie macht den Großteil der Umsätze von Entertainment One aus. Darüber hinaus vertreibt eOne auch Serien und Filme für Erwachsene wie die bekannte Zombie-Serie "The Walking Dead".

Die Übernahme des britischen Produktionsunternehmens befeuerte im Vereinigten Königreich Ängste vor einem Ausverkauf von börsennotierten Unternehmen, die wegen des stark gefallenen Pfundkurses für ausländische Käufer attraktiver geworden sind. So wurden in den vergangenen Monaten die Pubkette Greene King, der Lieferdienst Just Eat und der Betreiber von Touristenattraktionen Merlin Entertainment an internationale Interessenten verkauft.

kko/dpa/Reuters



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