Übernahmepoker Bayer bietet jetzt 65 Milliarden Dollar für Monsanto

Der Kaufpreis steigt immer weiter. In den Verhandlungen zur Übernahme von Monsanto legt Bayer noch einmal eine Milliarde Dollar drauf. Auch das könnte noch immer nicht genug sein.
Firmenlogos von Monsanto und Bayer

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Foto: AP, DPA

Seit Monaten wird verhandelt, nun steigen die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss: Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer hat sein Angebot für den US-Saatgutriesen Monsanto auf mehr als 65 Milliarden Dollar erhöht.

"Unter der Voraussetzung einer einvernehmlichen Übernahme" sei man bereit, 127,50 Dollar je Monsanto-Aktie zu zahlen, teilte Bayer am frühen Dienstagmorgen mit. Bislang hatte der Dax-Konzern 125 Dollar je Monsanto-Aktie geboten. Das entsprach inklusive Schulden 64 Milliarden Dollar.

"Die Bayer AG bestätigt fortgeschrittene Verhandlungen über die geplante Übernahme von Monsanto", hieß es in der Mitteilung weiter. "Die genauen Konditionen stehen jedoch noch nicht fest."

Investoren in den USA halten es für möglich, dass auch das aktuelle Angebot nicht reicht. Sie setzen darauf, dass Bayer bis zu 135 Dollar pro Aktie bieten muss.

Bayer und Monsanto sind nicht die einzigen Großkonzerne in der Agrochemiebranche, die fusionieren. Fallende Getreidepreise und instabile Märkte in den Schwellenländern haben den Herstellern von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut zuletzt zugesetzt. Die Unternehmen versuchen, durch Größe zu punkten.

Unter anderem übernimmt der Chemieriese ChemChina gerade den Schweizer Saatgutspezialisten Syngenta für 43 Milliarden Dollar. Bereits Ende 2015 wurde der Zusammenschlusses von Dow Chemikal und Dupont auf den Weg gebracht.

ssu/Reuters
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