Geplatzte Übernahme Monsanto zieht Angebot an Syngenta zurück

Monsanto rudert zurück: Der amerikanische Agrochemiekonzern hat die Übernahme des Schweizer Konkurrenten Syngenta abgeblasen. Die beiden Unternehmen konnten sich nicht auf einen Übernahmepreis einigen.
Syngenta-Logo (Archiv): Aktie stürzte um 17,8 Prozent ab

Syngenta-Logo (Archiv): Aktie stürzte um 17,8 Prozent ab

Foto: ARND WIEGMANN/ REUTERS

Der US-Agrochemiekonzern Monsanto hat sein Übernahmeangebot für den Schweizer Konkurrenten Syngenta zurückgezogen. Syngenta habe mitgeteilt, dass auch das verbesserte Angebot nicht den finanziellen Vorstellungen des Unternehmens entspreche, teilte Monsanto am Mittwoch mit. Unter diesen Bedingungen werde Monsanto sein Angebot nicht aufrecht erhalten. Die Syngenta-Aktie stürzte daraufhin um 17,8 Prozent ab.

Syngenta hatte seit Mai mehrere Übernahmeangebote abgelehnt. Erst am 18. August hatte Monsanto sein Angebot nachgebessert und pro Syngenta-Aktie 470 Schweizer Franken geboten. Die erste Offerte von Anfang Mai hatte bei 449 Schweizer Franken pro Aktie gelegen. Syngenta-Chef Mike Mack hatte Ende Juli erklärt, er lehne eine Fusion mit Monsanto ab, weil "es zu viele Risiken bei der Umsetzung und Fragen des Wettbewerbs" gebe.

Syngenta machte vergangenes Jahr mit rund 29.000 Beschäftigten einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,6 Milliarden Dollar. Monsanto dagegen konnte bei einem Umsatz von 15,9 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2013/2014 bis Ende August einen Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar vorweisen. Der US-Agrochemiekonzern mit Sitz in St. Louis in Missouri beschäftigt rund 21.000 Menschen.

mka/AFP/AP/dpa/Reuters
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