Derivategeschäfte Italien fordert Milliardenentschädigung von Morgan Stanley

Italien wirft Morgan Stanley umstrittene Derivategeschäfte vor. Die US-Investmentbank soll dafür fast drei Milliarden Euro Entschädigung zahlen. Das Geldhaus weist die Anschuldigungen zurück.
Gebäude von Morgan Stanley in San Francisco

Gebäude von Morgan Stanley in San Francisco

Foto: MIKE BLAKE/ REUTERS

Die US-Investmentbank Morgan Stanley soll unzulässige Derivategeschäfte abgewickelt haben. Nach eigenen Angaben soll das Geldhaus dafür 2,9 Milliarden Euro zahlen. Morgan Stanley wies die Anschuldigungen als "grundlos" zurück und kündigte an, sich dagegen zu wehren.

In der Forderung heiße es, einige Derivate-Transaktionen seien unzulässig, teilte die Investmentbank mit. Die Derivate stammen aus den Jahren 1995 bis 2005 und wurden im Dezember 2011 beziehungsweise im Januar 2012 abgewickelt.

Mit solchen Derivategeschäften hatten verschiedene italienische Regionen versucht, ihre Schuldenlast zu reduzieren. 2008 verbot die italienische Regierung den Kommunen jedoch den Einsatz von Derivaten. Daraufhin forderten mehrere Regionen Entschädigungen von Banken. Sie warfen den Instituten vor, bei Swapgeschäften irregeführt worden zu sein.

brk/Reuters
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