»Uninvestierbar« MSCI prüft Rauswurf russischer Titel

Viele Millionen Menschen haben Geld in die Fonds des Finanzdienstleisters MSCI gesteckt. Wegen Putins Angriffskrieg hält der Betreiber russische Aktien nun für »uninvestierbar«.
Konzernzentrale von Gazprom

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A2800 epa Ilnitzky/ dpa

Der US-Finanzdienstleister MSCI erwägt den Rauswurf russischer Titel aus seinen Aktienindizes. Der russische Aktienmarkt sei nach den neuen westlichen Sanktionen und den Handelsbeschränkungen der Zentralbank »uninvestierbar«, sagte der Chef des Index Policy Committee, Dimitris Melas.

»Es würde für uns nicht viel Sinn ergeben, russische Wertpapiere weiterhin aufzunehmen, wenn unsere Kunden und Investoren keine Transaktionen auf dem Markt durchführen können«, fügte er hinzu. »Es ist für uns alle offensichtlich, dass der Markt sehr schwierig zu handeln ist, und in der Tat ist er heute nicht investierbar.«

Der als einer der weltweit führenden Indexanbieter geltende MSCI werde mit den Anlegern über die nächsten Schritte beraten, hieß es weiter. Das Ergebnis soll innerhalb weniger Tage bekannt gegeben werden.

Der natürliche nächste Schritt sei die Streichung des Indexes MSCI Russia oder der Wegfall russischer Wertpapiere aus den Indizes. Russland hat eine Gewichtung von 3,24 Prozent im Schwellenländer-Index von MSCI.

Die westlichen Staaten haben Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine mit zahlreichen Sanktionen belegt, die auch den Finanzsektor treffen.

ssu/Reuters
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