Illegale Vermietung in München Gericht zwingt Airbnb zur Herausgabe von Vermieterdaten

Wer in München private Wohnungen mehr als acht Wochen bei Airbnb vermietet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die US-Firma muss den Behörden helfen, solche Vergehen zu ahnden, hat nun ein Gericht entschieden.
Büro der Airbnb Germany GmbH in Berlin (Archiv)

Büro der Airbnb Germany GmbH in Berlin (Archiv)

Foto: DPA

Der Online-Unterkunftsvermittler Airbnb muss der Stadt München die Namen und Adressen von Anbietern illegal genutzter Ferienwohnungen preisgeben. Das Verwaltungsgericht München teilte am Donnerstag mit, dass eine Klage des US-Unternehmens gegen eine entsprechende Anordnung der Stadt abgewiesen worden sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Behörden der bayerischen Landeshauptstadt können somit die Daten aller privaten Unterkünfte bei Airbnb anfordern, die länger als acht Wochen im Zeitraum von Januar 2017 bis einschließlich Juli 2018 als Ferienwohnung angeboten worden sind. Private Wohnungen, die mehr als acht Wochen im Jahr als Ferienwohnung angeboten werden, gelten als zweckentfremdet - die Anbieter begehen eine Ordnungswidrigkeit.

Airbnb bedauerte das Urteil und kündigte an, weitere Schritte prüfen zu wollen.

beb/dpa
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