Munich Re China wird Großaktionär bei deutschem Traditionskonzern

Die Munich Re ist bei Investoren beliebt - trotz teurer Naturkatastrophen steht der weltgrößte Rückversicherer sehr gut da. Das beeindruckt offenbar auch China: Die Zentralbank des Landes hat ihre Anteile auf mehr als drei Prozent der Aktien erhöht.
Munich Re: Ein neuer Großaktionär kommt aus dem fernen Osten

Munich Re: Ein neuer Großaktionär kommt aus dem fernen Osten

Foto: Sean Gallup/ Getty Images

München - Selbst die immensen Schäden der schweren Erdbeben in Japan und Neuseeland haben der Munich Re wenig anhaben können. Trotz der Naturkatastrophen im Frühjahr 2011 schrieb der weltgrößte Rückversicherer bereits im zweiten Quartal des Jahres wieder schwarze Zahlen. Der Konzern, der sich früher Münchener Rück nannte, ist daher bei Anlegern geschätzt - und hat nun einen neuen Großaktionär aus China: Die staatliche Zentralbank besitzt über eine Tochter nun mehr als drei Prozent der Anteile, teilte Munich Re   mit.

Die Investmenttochter der People's Bank of China (PBOC) habe die meldepflichtige Grenze von drei Prozent der Stimmrechte überschritten und am 5. August 3,04 Prozent der Anteile gehalten. Unklar ist, ob die Chinesen strategische oder rein finanzielle Ziele mit dem Engagement verfolgen. Die PBOC ist die Zentralbank des Landes, ihre Investmenttochter SAFE verwaltet unter anderem die ausländischen Devisenreserven Chinas.

Mit der Aufstockung bei Munich Re folgen die Asiaten dem Beispiel einer Börsenlegende: US-Investor Warren Buffett hat sein Aktienpaket seit Beginn des vergangenen Jahres enorm ausgebaut - hielt er im Januar 2010 noch drei Prozent der Anteile, ist der 80-Jährige inzwischen mit mehr als zehn Prozent der Stimmrechte der größte Aktionär der Münchener Rück.

fdi/Reuters