Preiskampf in Stuttgart Taxi-Zentrale verbucht Erfolg gegen MyTaxi

Erst UberPop, nun MyTaxi: Die größte Stuttgarter Taxizentrale geht gegen einen weiteren Fahrdienstanbieter vor - und meldet einen Erfolg. Ein Gericht habe eine Rabattaktion der Daimler-Tochter vorerst gestoppt.
MyTaxi-Werbung in Hamburg: "Wir halten uns selbstverständlich an die gesetzlichen Vorgaben"

MyTaxi-Werbung in Hamburg: "Wir halten uns selbstverständlich an die gesetzlichen Vorgaben"

Foto: Daniel Reinhardt/ dpa

Eine bundesweite Rabattaktion der Daimler-Tochter MyTaxi sorgt für Ärger in der Stuttgarter Taxibranche: Das Unternehmen wirbt mit Rabatten von bis 50 Prozent für Fahrten, die über die App vermittelt werden. Dagegen wehrt sich die größte Stuttgarter Taxizentrale. Die Taxi-Auto-Zentrale erwirkte nach eigenen Angaben beim Stuttgarter Landgericht eine einstweilige Verfügung.

"Das ist wettbewerbswidrig", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stuttgarter Taxi-Auto-Zentrale Murat Arslan über die Rabattaktion der Konkurrenz. Die einstweilige Verfügung gelte für Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt, berichten die "Stuttgarter Nachrichten" . "Laut Personenbeförderungsgesetz dürften die festgelegten Taxitarife weder über- noch unterschritten werden", sagte Arslan.

MyTaxi bestätigte den Eingang der einstweiligen Verfügung. "Wir halten uns selbstverständlich an die gesetzlichen Vorgaben", sagte ein Pressesprecher SPIEGEL ONLINE. Man prüfe derzeit die Optionen und mögliche nächste Schritte.

Die Stuttgarter Taxizentrale hatte sich Ende April auch erfolgreich vor Gericht gegen den Mitfahrdienst UberPop gewehrt. Arslan hofft, dass sich andere Taxizentralen dem Vorstoß anschließen werden.

Der Taxidachverband BZP teilte mit, nach derzeitigem Stand seien noch keine weiteren Zentralen gegen MyTaxi vorgegangen. Man prüfe die Aktionen derzeit rechtlich. Der BZP hatte sich bereits Anfang Mai in einer Resolution gegen die Rabattpolitik der Daimler-Tochter gewandt und an den langjährigen Partner appelliert. Daimler ist außerordentliches Mitglied im BZP und liefert nach Verbandsangaben rund 60 Prozent der Fahrzeuge.

brk/dpa