Wegen Brexit N26 zieht sich aus Großbritannien zurück

Großbritannien hat die EU verlassen. Deshalb zieht sich die Smartphone-Bank N26 aus dem Land zurück. Hunderttausenden Kunden muss nun gekündigt werden.
N26-Chef Valentin Stalf

N26-Chef Valentin Stalf

Foto: Wolfgang Kumm/ picture alliance/dpa

Die Berliner Smartphone-Bank N26 will sich wegen des Brexits aus Großbritannien zurückziehen. Dies hat das Unternehmen in einem Statement mitgeteilt. Aufgrund des Austritts des Landes aus der EU könne die Bank dort nicht mehr länger mit ihrer europäischen Lizenz agieren.

Alle Konten sollen bis zum 15. April 2020 geschlossen werden, Kunden werden darum gebeten, ihr Geld auf andere Bankkonten zu überweisen. In Großbritannien tätige N26-Mitarbeiter sollen künftig an anderen Standorten eingesetzt werden.

Kürzlich hatte die Bank innerhalb der EU die Marke von fünf Millionen Kunden überschritten. Zuvor war die Bank in sieben neue Länder expandiert und hatte den Markteintritt in die USA vorbereitet. In den kommenden Jahren will das Unternehmen auf eine Kundenzahl von 50 Millionen kommen.

Der Umsatz der Bank stieg 2018 auf 43,6 Millionen Euro. Das ist fast viermal so viel wie noch 2017. Mit dem Wachstum stiegen aber auch die Ausgaben deutlich, die Bank schreibt noch immer hohe Verluste.

hej
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.