Nach Corona-Schließung Tönnies-Hauptfleischfabrik fast wieder bei 100 Prozent Kapazität

Nun können 8000 Schweine zusätzlich am Tag geschlachtet werden: Der Hauptstandort des Fleischkonzerns Tönnies darf eine neue Zerlegelinie in Betrieb nehmen – und erreicht fast seine Vorkrisenkapazität.
Produktion bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (im Juli): Bis zu 30.000 Schweine am Tag durften geschlachtet werden

Produktion bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (im Juli): Bis zu 30.000 Schweine am Tag durften geschlachtet werden

Foto: Tönnies / DPA

Mitte Juni stand der Betrieb komplett still – doch inzwischen läuft die Hauptfleischfabrik von Tönnies wieder auf Hochtouren. In seinem Werk in Rheda-Wiedenbrück hat der Fleischkonzern wieder nahezu 100 Prozent der Schlachtkapazitäten erreicht. Am Montag konnte nach der Zustimmung der Behörden eine neue Zerlegelinie für Schinken den Betrieb aufnehmen, teilte der Konzern mit . Pro Tag können demnach rund 8000 Schweine mehr geschlachtet werden als zuletzt.

Tönnies musste im Sommer wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen bei den Arbeitern das Werk in Ostwestfalen schließen, neue Hygienekonzepte erarbeiten und neue Filtertechnik sowie trennende Plexiglasscheiben zwischen den Arbeitern einbauen. Das führte zu einer geringeren Zahl von geschlachteten Schweinen und für ein Absatzproblem bei den Landwirten in der Region. Für die neue Einheit nutzt Tönnies freigewordenen Platz durch die im Sommer nach Niedersachsen verlegte Rinderzerlegung.

Vor der Coronakrise durfte der größte deutsche Fleischkonzern allein am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück bis zu 30.000 Schweine am Tag schlachten. Dieser Rahmen aber wurde nicht ausgeschöpft. Je nach Marktlage waren es nach Angaben von Tönnies zwischen 20.000 und 25.000 Tiere. Laut Konzernsprecher André Vielstädte bewegt sich die Schlachtzahl jetzt wieder in diesem Bereich.

fdi/dpa
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