Jahresbilanz Naturkatastrophen richteten 2013 weniger Schäden an

2013 war ein Jahr mit heftigen Naturkatastrophen. Dennoch verzeichnete Munich Re deutlich weniger Schäden als in den Vorjahren. Das liegt laut dem weltgrößten Rückversicherer auch an verbesserter Vorsorge.

Hochwasser in Deggendorf (Juni 2013): Teuerste Katastrophen in Deutschland
DPA

Hochwasser in Deggendorf (Juni 2013): Teuerste Katastrophen in Deutschland


München - Naturkatastrophen haben 2013 weniger Schaden angerichtet als in den Jahren zuvor. Die Gesamtschäden summierten sich im abgelaufenen Jahr auf 125 Milliarden Dollar, wie Munich Re am Dienstag mitteilte. Das sind 27 Prozent weniger als 2012 und 32 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Warnungen und vorbeugende Maßnahmen hätten die Folgen in einigen Fällen begrenzt, sagte Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek.

"Gleichzeitig mahnen Ereignisse wie auf den Philippinen, dass in Entwicklungs- und Schwellenländern dringend mehr getan werden muss, um die Menschen besser zu schützen", so Jeworrek. Im November fegte der Taifun "Haiyan" über den Süden der Philippinen und machte Orte wie die Küstenstadt Tacloban dem Erdboden gleich. Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben, Millionen wurden obdachlos.

Munich Re geht davon aus, dass in Zukunft häufiger Taifune auf Inseln und Küstenregionen in Südostasien treffen werden. Insgesamt seien 2013 bei 880 Naturkatastrophen mehr als 20.000 Menschen ums Leben gekommen, erklärte der weltgrößte Rückversicherer. Das sind doppelt so viel Todesopfer wie 2012, aber gut 80 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Die Summe der versicherten Schäden hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert auf 31 Milliarden Dollar. Die teuersten Katastrophen für die Versicherungen ereigneten sich dabei in Deutschland. Bei Hagelstürmen im Juli beliefen sich die versicherten Schäden auf 3,7 Milliarden Dollar, bei den Überschwemmungen in Deutschland und angrenzenden Staaten im Mai und Juni waren es drei Milliarden Dollar.

cte/Reuters



insgesamt 3 Beiträge
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schensu 07.01.2014
1. Abwarten
Zitat von sysopDPA2013 war ein Jahr mit heftigen Naturkatastrophen. Dennoch verzeichnete Munich Re deutlich weniger Schäden als in den Vorjahren. Das liegt laut dem weltgrößten Rückversicherer auch an verbesserter Vorsorge. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/naturkatastrophen-richteten-2013-weniger-schaeden-an-a-942213.html
Na, ob da nicht ein wesentlicher Faktor fehlt? Nämlich einfach den Versicherungsschutz für riskante Objekte zu versagen? Eines ist jedoch sicher: Dieses Jahr werden die Prämien für die Gebäudeversicherungen auf neue Höhen gehoben. Auch die Versicherer betreiben "verbesserte Vorsorge". ;o))
moev 07.01.2014
2.
Zitat von schensuNa, ob da nicht ein wesentlicher Faktor fehlt? Nämlich einfach den Versicherungsschutz für riskante Objekte zu versagen? Eines ist jedoch sicher: Dieses Jahr werden die Prämien für die Gebäudeversicherungen auf neue Höhen gehoben. Auch die Versicherer betreiben "verbesserte Vorsorge". ;o))
Eine Versicherung gegen ein Ereignis das alle Versicherungsnehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit trifft kann nicht funktionieren. Das hat nichts mit bösem Versicherungskonzern zu tun, das widerspricht den mathematischen Prinzipien hinter dem Versicherungskonzept als solches.
FairPlay 07.01.2014
3. Diese Nachricht
ist falsch. " Jahresbilanz: Naturkatastrophen richteten 2013 weniger Schäden an " Das Gegenteil ist der Fall. Naturkatastrophen nehmen eher zu. Diese werden noch viel größer und schlimmer werden als sie es schon sind.
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