US-Streamingdienst Netflix enttäuscht beim Nutzerwachstum

Netflix nähert sich zwar der Zahl von 100 Millionen Nutzern, das Wachstum flaute im ersten Quartal dieses Jahres jedoch ab. Überraschen konnte der Streamingdienst aber beim Gewinn.

USB-Stick mit Netflix-Logo
REUTERS

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Der Streamingdienst Netflix Chart zeigen hat im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. Zwar stieg die Zahl neuer Abonnenten um 4,95 Millionen, es war jedoch wegen populärer Serien wie "Marvel's Luke Cage" und "The Crown" mit 5,18 Millionen neuen Nutzern gerechnet worden.

Insgesamt hatte Netflix Ende März 98,75 Millionen Kunden, ein Jahr zuvor waren es noch 81,5 Millionen gewesen. Das Unternehmen verkündete, auf Kurs zu sein, diese Woche die Marke von 100 Millionen Abonnenten zu knacken. Im laufenden Quartal rechnet Netflix mit 600.000 neuen Kunden in den USA, international sollen 2,6 Millionen Abonnenten hinzukommen.

Bei Anlegern riefen die Zahlen ein Wechselbad der Gefühle hervor. Das unerwartet schwache Nutzerwachstum ließ die Aktie nachbörslich erst um rund drei Prozent fallen. Der Kurs, der seit Jahresbeginn bereits um 19 Prozent zugelegt hat, erholte sich jedoch rasch wieder und notierte zuletzt deutlich im Plus. Die Hoffnungen auf das zweite Quartal sind groß, denn Netflix wartet mit neuen Staffeln von Serienhits wie "House of Cards" und "Orange Is the New Black" auf.

Beim Gewinn konnte das US-Unternehmen die Vorhersagen der Analysten jedoch übertreffen. Der Überschuss stieg im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert von 28 auf 178 Millionen Dollar. Die Erlöse wuchsen um 35 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar und bewegten sich damit im Rahmen der Markterwartungen.

Bei der Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Quartal blieb Netflix allerdings unter den früheren Vorhersagen. Hohe Ausgaben - nicht zuletzt für exklusive Streaming-Inhalte und aufwendiges Marketing - dürften das Ergebnis deutlich drücken, warnte das Unternehmen. Auch bei den Erlösen stellte Netflix mit 2,76 Milliarden Dollar ein bisschen weniger als von Analysten angenommen in Aussicht.

max/dpa/Reuters

insgesamt 3 Beiträge
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knujhel 18.04.2017
1. Kundenzuwachs
"Zwar stieg Zahl neuer Abonnenten um 4,95 Millionen, es war jedoch wegen populärer Serien (...) mit 5,18 Millionen neuen Nutzern gerechnet worden" Ab 7,5 Milliarden Kunden wird die Anzahl von Neukunden noch weniger schnell zunehmen. Dann wäre der Moment gekommen allen Kunden ein Zweitabo aufzuschwatzen. Was für ein Unsinn!
stukenbrok 18.04.2017
2.
Zitat von knujhel"Zwar stieg Zahl neuer Abonnenten um 4,95 Millionen, es war jedoch wegen populärer Serien (...) mit 5,18 Millionen neuen Nutzern gerechnet worden" Ab 7,5 Milliarden Kunden wird die Anzahl von Neukunden noch weniger schnell zunehmen. Dann wäre der Moment gekommen allen Kunden ein Zweitabo aufzuschwatzen. Was für ein Unsinn!
Langfristig hat Netflix das Potential für weit über 200 Millionen zahlende Kunden, schließlich ist der Dienst in rund 190 Ländern vertreten.
eulenspiegel1979 18.04.2017
3. Auf lange Sicht ...
... werden Netflix und amazon prime alle anderen Anbieter überleben. Watchever ist schon kaputt. Maxdome bietet wenig bis keine kostenlosen alternativen Spitzentitel an, die es bei amazon oder netflix erzeit nicht gibt (Ausnahme Greys Anatomy und Hell on Wheels). Einzig SkyGo kann noch ein wenig mithalten, da man dort die neuen Folgen der Kassenknüller wie z. B. Games of Trhonres, The Walking Dead, Shameless, Westworld, Black Sails ... direkt schauen kann, ohne sich die Staffeln teuer kaufen zu müssen wie z. B. bei amazon. Netflix überzeugt mit mittlerweile einer ganzen Armada von hervorragenden Eigenproduktionen (House of Cards, Orange ist the new Black, The Expanse, Marco Polo, Narcos ...) und bietet derzeit als einziger Anbieter überhaupt die 5. Staffel von Suits auf Deutsch an, während amazon Staffel 5 und 6 kostenpglichtig OV mit UT anbieten. So hat jeder Anbieter seine Kundenmagneten, wovon Maxdome aber die wenigsten beinhaltet. Ürbigens ist Netflix der einzige Anbieter, der alle Star Trek Serien vollständig anbietet (Klassische Serie, Next Generation, Deep Space Nine, Voyager und Enterprise), was bisher nicht ein einziger Anbieter hinbekommen hat.
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