Streamingdienst in der Krise Netflix muss 150 Mitarbeiter entlassen

»Geschäftlichen Erfordernissen geschuldet«: Netflix hat die Entlassung von 150 Mitarbeitern angekündigt, vor allem in den USA. Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt gehen die Kundenzahlen zurück – und zwar deutlich.
Das Netflix-Firmengebäude am Sunset Boulevard in Los Angeles

Das Netflix-Firmengebäude am Sunset Boulevard in Los Angeles

Foto: ROBYN BECK / AFP

Der Streamingdienst Netflix wird sich von 150 Mitarbeitern trennen, die meisten von ihnen in den USA. Dies entspricht etwa zwei Prozent der Angestellten auf dem Heimatmarkt.

»Diese Veränderungen sind in erster Linie geschäftlichen Erfordernissen geschuldet und nicht den Einzelleistungen«, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Dies mache den Schritt besonders schwierig. Netflix hatte zuletzt zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt einen Rückgang der Kundenzahl hinnehmen müssen. Der weltgrößte Streaminganbieter verwies zur Begründung auf den Krieg in der Ukraine, die Inflation und einen scharfen Wettbewerb.

200.000 Abonnenten verloren zu Beginn des Jahres

In den drei Monaten bis Ende März wurden rund 200.000 Abonnenten abgemeldet, hatte das Unternehmen im April mitgeteilt. Eigentlich hatte Netflix laut eigener Prognose mit einem Zuwachs von 2,5 Millionen Kunden gerechnet. Im zweiten Quartal dieses Jahres erwartet Netflix nun einen Rückgang um 2 Millionen Kunden.

Die Anzahl der weltweiten Bezahlabos lag zum Quartalsende bei 221,6 Millionen. Das letzte Mal, dass Netflix ein Quartal mit sinkenden Nutzerzahlen verbuchte, war im Oktober 2011.

ktz/Reuters