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Neubesetzung Heikle Personalie bei der Bahn

Der neue Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Berthold Huber, fällt mit umstrittenen Personalentscheidungen auf.
aus DER SPIEGEL 42/2022
Berthold Huber

Berthold Huber

Foto: Bernd von Jutrczenka / picture alliance/dpa

Offenbar auf seinen Wunsch hin soll der Posten des Personalvorstands der DB Netz AG neu besetzt werden. Bisher bekleidete Ute Plambeck das Amt, die offenbar gegen den bisherigen Personalvorstand der DB Fernverkehrs AG und Huber-Vertrauten Heinz Siegmund ausgetauscht werden soll. Die Personalie gilt als heikel, weil eine Frau durch einen Mann ersetzt wird, dessen Alter mit 66 Jahren nicht für einen Neuanfang steht. Das irritiert die Gewerkschaften. Zudem könnte sich die Bundesnetzagentur für die Rochade interessieren. Denn zwischen den Bereichen Netz und Zugbetrieb sollte auch personell eine Trennung bestehen. Die Aufsichtsbehörde der Bahn hatte eine Anhörung initiiert, als Huber im Sommer Philipp Nagl als neuen Chef der DB Netz AG geholt hatte. Auch Nagl stammt aus der DB Fernverkehr AG, er war dort Produktvorstand. Die Koa­lition will die DB Netz AG mit den Bereichen Station und Service vereinen. Sie soll künftig gemeinwohlorientiert arbeiten. Auf Anfrage zum Fall Plambeck erklärte die Bahn, »etwaige Berufungen in den Vorstand der DB Netz AG unterliegen allein dem Aufsichtsrat«. Bei Personalvorschlägen für bestimmte Funktionen fühle man sich an die Absprachen mit der Bundesnetzagentur gebunden.

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