New Media übernimmt Herausgeber von "USA Today" US-Verlage schmieden Giganten für Lokalnachrichten

Die beiden größten US-Zeitungsverlage fusionieren und werden damit zum auflagenstärksten Herausgeber von US-Tageszeitungen. Beteiligt ist auch der Herausgeber der Zeitung "USA Today".

Gannett-Zeitung "USA Today" und New-Media-Blatt "Palm Beach Post": Künftig unter einem Dach
Joe Raedle/AFP

Gannett-Zeitung "USA Today" und New-Media-Blatt "Palm Beach Post": Künftig unter einem Dach


Ein milliardenschwerer Deal sortiert die US-Medienbranche neu: Der Lokalzeitungskonzern New Media Investment Group will für 1,4 Milliarden Dollar den "USA Today"-Herausgeber Gannett kaufen. Mit der Fusion schließen sich die beiden an den Auflagen gemessen größten Herausgeber von US-Tageszeitungen zusammen.

Ziel sei es auch, das Digitalgeschäft auszubauen, sagte New-Media-Chef Michael Reed am Montag. New Media gibt derzeit 156 Tageszeitungen heraus. Nach der Fusion sollen es 263 in 47 Bundesstaaten sein. Angesichts des Kostendrucks wegen des Trends der Leser zum Onlinepaper soll der Zusammenschluss Einsparungen von jährlich bis zu 300 Millionen Dollar bringen. Hinter New Media steht der japanische Technologieriese Softbank.

Die Unternehmen gaben am Montag bekannt, sich auf einen Kaufpreis von 12,06 Dollar pro Aktie geeinigt zu haben. Damit wird Gannett bei der Transaktion mit rund 1,4 Milliarden Dollar bewertet. New Media will in bar und mit eigenen Aktien zahlen.

Nach der Fusion sollen die Aktionäre von New Media mit 50,5 Prozent die Mehrheit am Konzern halten. Die Unternehmen gehen nach eigenen Angaben davon aus, den Zusammenschluss bis zum Jahresende abschließen zu können. Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen aber noch zustimmen. Geführt werden soll das gemeinsame Unternehmen von New-Media-Chef Michael Reed.

mmq/Reuters/dpa-AFX



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localpatriot 06.08.2019
1. Die EU hinkt hinten nach
USA Today kann man bisher als ganz ordentlichen Fortschritt in dem Miteinander der diversen US Staaten anerkennen. Dann muss man mit bedauern feststellen dass es so etwas fuer die EU, oder fuer Euroland überhaupt nicht gibt, nämlich eine flächendeckende Presse welche sich als presse der EU Gemeinsamkeit sieht. Also, es bleibt ein noch ein ganz langer Weg. Dann fällt einem ebenfalls auf dass auch keinen gemeinsamen EU Sender gibt, welche unter einer gemeinsamen Redaktion die Welt über Sachen EU in diversen Sprachen informiert und ich meine nicht nur EU Sprachen.
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