Niederlande Futtermittelhersteller soll Abfallstoffe untergemischt haben

Ein niederländischer Futtermittelhersteller soll Abwasser unter Schweinefutter gemischt haben. Nach einer Razzia ist die Produktion des Unternehmens stillgelegt worden.

Tiertransport (Symbolbild)
DPA

Tiertransport (Symbolbild)


Ein Futtermittelhersteller in den Niederlanden ist in Verdacht geraten, Abfallstoffe unter Viehfutter gemischt und Hygieneregeln missachtet zu haben. Nach einer Razzia am Dienstag sei die Produktion in dem Unternehmen in der Nähe von Tilburg stillgelegt worden, teilte die Polizei mit.

Die Firma stehe in Verdacht, Abfall und Futtermittel ungenügend voneinander getrennt zu haben und ihre Erzeugnisse als zertifizierte Qualitätsprodukte verkauft zu haben. Zur Abschöpfung des illegalen Gewinns wurde das Vermögen des Hauptverdächtigen nach der Durchsuchung seiner Wohnung in Belgien beschlagnahmt. An den Ermittlungen ist auch die belgische Polizei beteiligt.

Wie der Regionalsender Omroep Brabant unter Verweis auf einen Polizeisprecher berichtete, soll das Unternehmen im Grenzort Baarle-Nassau vorsätzlich Abwasser unter flüssiges Schweinefutter gemischt haben, wodurch die Tiere krank geworden seien. Es gebe aber keine Hinweise auf eine Gesundheitsgefahr für den Menschen.

Das "Brabants Dagblad" verwies darauf, dass dasselbe Unternehmen 2004 bereits in einen Milchskandal verwickelt war. Mit Antibiotika belastete Milch aus Belgien, die damals eigentlich vernichtet werden sollte, wurde von der Firma zu Milchpulver verarbeitet und als Grundstoff für Tierfutter verkauft.

hej/dpa-AFX



insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
gammoncrack 21.05.2019
1. Hier bedaure ich, dass wir in einem Rechtsstaat leben.
Ansonsten wäre es vielleicht möglich, dass die Verantwortlichen eine Woche lang genau diese "Verpflegung" hätten genießen dürfen.
parhornung 21.05.2019
2. Lebenslänglich!
Den oder die Verantwortlichen lebenslänglich einsperren. Oder besser: den Schweinen zum Fraß vorwerfen!
schamot 21.05.2019
3. Keine Angst
Nach Julia Klöckner sollen Kontrollen vermieden werden. Dann gibt es solche Schlagzeilen nicht mehr.
ediart 21.05.2019
4. dieser Irrsinn
der Massentierhaltung muss ein Ende finden. Es wird keine Mangelversorgung geben. Mit den jetztigen Zuständen wollen alle Beteiligten ihren Profit machen, da kommt so was bei rum. Die Politik hat total versagt! Generell gehört die industrielle Landwirtschaft auf den Prüfstand und es müssen Veränderungen her.
spiegelonline-leser 22.05.2019
5. Die armen Schweine
Die armen Schweine Das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Dank CDU-Ministerin Klöckner wird es auch bei uns zukünftig fast keine Kontrollen mehr geben. Der kriminellen Fleischindustrie wird bald alles ermöglicht, wohlwollend abgenickt von der Politik. Wie es in der Massentierhaltung wirklich zugeht, ist in einem Buch realistisch beschrieben (ISBN 978-3-7323-5324-8). Wie auch immer, Billigfleisch muss billig produziert werden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.