Air-Berlin-Tochter Verkauf von Niki an Lauda steht nichts mehr im Weg

Nach wochenlangem Hin und Her um die Zukunft der Air-Berlin-Tochter Niki sind alle juristischen Hürden genommen: Der Gläubigerausschuss hat einstimmig für den Verkauf an Airline-Gründer Niki Lauda gestimmt.
Niki-Flieger

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Foto: Fabrizio Bensch/ REUTERS

Anfang der Woche erhielt Unternehmer Niki Lauda im Bieterrennen um die Air-Berlin-Tochter Niki den Zuschlag. Nun ist auch die letzte juristische Hürde für den Verkauf genommen. Wie die deutsche Insolvenzverwaltung bekannt gab, billigte der eingesetzte Gläubigerausschuss am Dienstagabend einstimmig den Verkauf, sodass nun der Kaufvertrag "endverhandelt und unterschrieben" werden könne. Der Ex-Rennfahrer Lauda versprach allen rund tausend Niki-Mitarbeitern eine Perspektive im Unternehmen.

Der einstige Gründer des Ferienfliegers kündigte an, mit 15 Flugzeugen zu Beginn des Sommerflugplans Ende März wieder mit Niki abheben zu wollen. Weitere Details der Transaktion blieben zunächst jedoch offen.

Nach einigem Hin und Her ging damit ein spannender Bieterprozess zu Ende. Kurz vor dem Jahreswechsel wollte die spanische Billigairline Vueling, eine Tochter der IAG-Gruppe, Niki kaufen. Das Verfahren wurde dann aber im Januar neu aufgerollt, nachdem sich Österreich für zuständig erklärte und eine eigene Insolvenzverwalterin einsetzte.

Der deutsche Insolvenzverwalter Lucas Flöther erklärte nun, das Amtsgericht Charlottenburg habe auf Antrag von Niki ein Sekundär-Insolvenzverfahren eröffnet. Der vom Gericht eingesetzte Gläubigerausschuss habe dann den Verkauf an Lauda gebilligt. Niki zog demnach außerdem seinen Einspruch gegen eine Entscheidung des Landgerichts Berlin zurück, das befunden hatte, das Insolvenzverfahren müsse in Österreich stattfinden. Das Urteil war wegen der Beschwerde nicht rechtskräftig.

Lauda selbst hat um die Belegschaft und für einen Neustart geworben. Auf einer Mitarbeiterveranstaltung am Flughafen Wien -Schwechat sicherte er den Beschäftigten nach deren Angaben reguläre Anstellungsverträge zu. Eine Leiharbeitskonstruktion wie zu Zeiten, als Lauda schon einmal Chef der Airline war, schloss der ehemalige Rennfahrer aus. "Damals war nur eine handvoll von Beschäftigten direkt bei der Airline angestellt. Piloten wie Bodenpersonal waren Leiharbeiter", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft GPA-djp.

asc/dpa/AFP
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