Kriselnder Autobauer Nissan-Chef muss gehen

Die Skandale um Carlos Ghosn haben die Autoallianz von Renault und Nissan schwer erschüttert. Jetzt muss der Chef des japanischen Autobauers seinen Posten räumen.

Hiroto Saikawa: Er schaffte es nicht, Nissan aus der Krise zu führen
Issei Kato / REUTERS

Hiroto Saikawa: Er schaffte es nicht, Nissan aus der Krise zu führen


Der Chef des japanischen Renault-Partners Nissan, Hiroto Saikawa, tritt zurück. Das teilte der japanische Autobauer nach einer Sitzung des Verwaltungsrats mit. Dieser habe Saikawa aufgefordert, mit Wirkung zum 16. September sein Amt abzugeben. Saikawa habe dem zugestimmt. Ein Nachfolger solle bis Ende Oktober gefunden werden.

Saikawa stand nach dem Rausschmiss des ehemaligen Renault-Chefs Carlos Ghosn als Verwaltungsratschef bei den Japanern unter Druck, den Konzern aus dem Tief zu führen. Nach der Verhaftung Ghosns war das französisch-japanische Autobündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten.

Nach einem heftigen Gewinneinbruch hatte Nissan Ende Juli mitgeteilt, etwa jeden elften Arbeitsplatz streichen zu wollen. Renault, an dem der französische Staat beteiligt ist, hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan und strebt eine Fusion mit den Japanern an, doch die Nissan-Führung hat das bislang abgelehnt.

In Deutschland hat Nissan keine Produktion, hierzulande ist der Autobauer lediglich mit einer Vertriebstochter vertreten.

hej/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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jogola 09.09.2019
1. Nach den guten Erfahrungen
mit zwei Micras und einem Sunny Ende des letzten Jahrtausends schau ich immer wieder auf der Webseite vorbei - aber was soll man da jetzt kaufen - einen NV200 mit ePower vielleicht - aber den gibt es nicht.
Glowacz 09.09.2019
2. Das Problem heißt Renault
Mir scheint der Einfluss von Renault viel zu groß. Durfte z.B. der erste Juke noch polarisieren, wird der zweite ala Captur weichgespült sein. Es hat auch viel zu lange gedauert bis der deutlich bessere Kadjar - der Qashqai - endlich die aktuelle Motorengeneration erhalten hat. Aus dem wichtigen Kompaktwagensegment musste sich Nissan vollständig verabschieden. So richtet man eine Marke zugrunde.
pauschaltourist 09.09.2019
3.
Ich weiß nicht, wo die Beitragsschreiber Nr. 1 und 2 rechierchiert haben, aber den e-NV200 gibt es definitv "elektrisch" und das Kompaktmodell Nissans hört auf den Namen "Pulsar".
112211 09.09.2019
4. Renault als Problem
Ob es auch wirtschaftlich so ist, kann ich nicht beurteilen. Die Qualität hat jedenfalls seit dem Einstieg von Renault bei Nissan sehr gelitten. Gut erkennbar ist das beispielsweise beim Primera. Als echter Nissan bis Ende der 90er war er ein gediegenes, zuverlässiges Auto. Ab ca 2000 war damit Schluss, der Primera war ab dann bekannt für Schwachstellen.
jasper366 09.09.2019
5.
Zitat von jogolamit zwei Micras und einem Sunny Ende des letzten Jahrtausends schau ich immer wieder auf der Webseite vorbei - aber was soll man da jetzt kaufen - einen NV200 mit ePower vielleicht - aber den gibt es nicht.
Natürlich gibt es den als E-Fahrzeug, demnächst sogar ausschließlich elektrisch angetrieben. https://www.electrive.net/2019/02/04/nissan-baut-nv200-kuenftig-nur-noch-als-elektro-version/
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