Rekordgewinn Norwegens Staatsfonds nimmt 180 Milliarden Dollar ein

Apple und Microsoft haben dem norwegischen Staatsfonds im vergangenen Jahr kräftige Einnahmen beschert. Der Rekordgewinn entspricht einem Betrag von 34.000 Dollar für jeden Einwohner des Landes.
Skyline von Oslo (Archivbild): Die Einnahmen aus dem Staatsfonds werden für Sozialausgaben genutzt

Skyline von Oslo (Archivbild): Die Einnahmen aus dem Staatsfonds werden für Sozialausgaben genutzt

Foto: © Suzanne Plunkett / Reuters/ REUTERS

Norwegens Staatsfonds hat im vergangenen Jahr 180 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das entspricht einer Rendite von knapp zwanzig Prozent.

Das Jahr 2019 sei ein gutes Jahr für den Fonds gewesen, sagte Zentralbankchef Oeystein Olsen, der dem Verwaltungsrat des mit 1,1 Billionen Dollar weltgrößten Staatsfonds vorsitzt. "Das ist der größte Wertzuwachs in einem einzelnen Jahr in der Geschichte des Fonds."

Der Staatsfonds verwaltet die Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasindustrie. Im vergangenen Jahr kündigte das norwegische Finanzministerium an, dass die Beteiligungen an Kohle-, Öl- und Gasgeschäften zurückgefahren und stattdessen in erneuerbare Energien investiert werde. Damit setzt der Fonds einen Parlamentsbeschluss um.

Gewinnbringer Apple und Microsoft

Die Rendite des vergangenen Jahres entspricht einem Betrag von 34.000 Dollar für jeden der 5,3 Millionen Einwohner des Landes. Der Gesamtwert des Fonds kommt 207.000 Dollar pro Kopf gleich. Er ist inzwischen dreimal so viel wert wie Norwegens Bruttoinlandsprodukt. Die Einnahmen sind ein wichtiges Finanzierungsmittel für die umfangreichen Sozialausgaben des Landes. Das Ziel ist es, den Wohlstand für künftige Generationen zu sichern. 

Der Staatsfonds hat weltweit in mehr als 9000 Unternehmen investiert und besitzt 1,5 Prozent aller an der Börse notierter Aktien. Das Geld wird außerdem in Anleihen und Immobilien angelegt.

Am stärksten trugen im vergangenen Jahr Apple und Microsoft gefolgt von Nestlé zu dem Gewinn bei, teilte der Fonds weiter mit. Am schlechtesten hätten Nokia, Pfizer und Swedbank abgeschnitten.

brt/Reuters