Milliardendeal Pharmakonzern Novartis versilbert zwei große Sparten 

Großer Konzernumbau in der Pharmaindustrie: Das Schweizer Unternehmen Novartis gibt zwei seiner Sparten an die Konkurrenz ab - und erzielt bei den Deals Einnahmen in Milliardenhöhe.

Novartis-Niederlassung Basel (Archivbild): Überprüfung der Strategie
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Novartis-Niederlassung Basel (Archivbild): Überprüfung der Strategie


Basel - Novartis baut seine Geschäfte grundlegend um. Der Schweizer Pharmakonzern will die Sparten Tierarzneimittel und Impfstoffe (ohne Grippemittel) verkaufen, teilte das Unternehmen mit.

Novartis-Chef Joseph Jimenez sprach von Transaktionen mit einer großen Tragweite. "Sie verbessern unsere Finanzkraft und dürften unsere Wachstumsraten und Margen unmittelbar steigern."

Das Geschäft mit den Medikamenten für Tiere geht an den US-Konzern Eli Lilly. Hierfür erhält Novartis von den Amerikanern rund 5,4 Milliarden Dollar. Der Verkauf soll bis Ende des ersten Quartals 2015 abgeschlossen sein.

Den Impfstoffbereich erwirbt der britische Konkurrent GlaxoSmithKline Chart zeigen für 7,1 Milliarden Dollar Lizenzgebühren. Novartis Chart zeigen kauft im Gegenzug von GlaxoSmithKline dessen Krebsmittelgeschäft für insgesamt rund 16 Milliarden Dollar. Gleichzeitig gründen die beiden Konzerne ein Gemeinschaftsunternehmen für nicht verschreibungspflichtige Medikamente.

Das Novartis-Management um Konzernchef Jimenez und den von Bayer Chart zeigen kommenden neuen Präsidenten Jörg Reinhardt leitete im Frühjahr 2013 eine Strategie-Überprüfung ein. Der Konzern will sich in Zukunft auf Augenheilkunde, das Pharmageschäft und Nachahmerprodukte (Generika) konzentrieren.

bos/dpa/Reuters



insgesamt 17 Beiträge
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jungletiger9 22.04.2014
1. Einnahmen in Milliardenhoehe?
Wenn man die Onkologiemittel gegenrechnet, zahle Novartis dabei doch mehr als man einnimmt.
peterbond0815 22.04.2014
2. Super
"Sie verbessern unsere Finanzkraft und dürften unsere Wachstumsraten und Margen unmittelbar steigern". Na wenn das keine guten Nachrichten sind für alle Kranken, Steuerpflichtigen und Beitragszahler.
bumminrum 22.04.2014
3. da können
sich alle Versicherten ja schon mal kräftig auf die teueren Medikamente freuen. Ekelhaft diese profitorientierung im Gesundheitswesen.
_Trips_ 22.04.2014
4. 16 Milliarden Dollar
Da werden wir wohl noch lange auf ein wirksames Mittel gegen Krebs warten dürfen bis die 16 Milliarden Dollar wieder erwirtscahtet wurden.
PointerX 22.04.2014
5. Schon jetzt...
...bestimmen Pharmakonzerne darüber, wer wie lange lebt. Mit solchen Deals begeben wir uns immer weiter in die Hände der raffgierigen Teufel. Aber wenn die Politik nicht eingreift, sind wir eben total ausgeliefert. Was für ein Horrorszenario...
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