NSA-Affäre Verfassungsschutzchef bestreitet US-Wirtschaftsspionage

Bespitzelt die NSA auch deutsche Unternehmen? Dieser Verdacht steht im Raum. Doch Verfassungsschutz-Chef Maaßen widerspricht. Es gebe "keinerlei Erkenntnisse", wonach Amerikaner oder Briten in Deutschland Wirtschaftsspionage betreiben.

Verfassungsschutzpräsident Maaßen: "Vertrauensvolle Zusammenarbeit"
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Verfassungsschutzpräsident Maaßen: "Vertrauensvolle Zusammenarbeit"


Düsseldorf - Die Abhöraffäre um den US-Geheimdienst NSA hat auch deutsche Unternehmen aufgeschreckt. Schließlich entsteht ihnen durch Spionage laut Schätzungen des Verfassungsschutzes ein jährlicher Schaden von 30 bis 60 Milliarden Euro. Angesichts immer neuer Details über umfassende Bespitzelungsmethoden liegt es nahe, auch die NSA hinter solchen Angriffen zu vermuten. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte vor wenigen Tagen, er würde gerne wissen, ob die USA "wirtschaftsrelevante Daten von deutschen Unternehmen abschöpfen".

Die USA haben diese Frage bislang nicht beantwortet, dafür aber Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" schrieb er: "Uns liegen keinerlei Erkenntnisse vor, die die These einer Wirtschaftsspionage aus dem Westen stützen könnten."

Bisher sei in ganz Europa kein einziger Fall amerikanischer oder britischer Wirtschaftsspionage nachgewiesen worden, so Maaßen. Es gebe keinen Grund, "die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern in den USA und Großbritannien grundsätzlich in Frage zu stellen". Am Mittwoch wird Maaßen gemeinsam mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Industrievertretern in Berlin über die Bedrohung durch Wirtschaftsspionage beraten.

dab/dpa

insgesamt 96 Beiträge
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solve13 28.08.2013
1. braver Dackelblick
keine Erkenntnisse heißt - ich weiß von Nix (was ich sagen darf) ...
Adrenalina 28.08.2013
2. "Keine Erkenntnisse"
Wieso auch auf einmal. Die Erkenntnisse kommen doch erst, wenn sie durch Guardian, NY Times oder gelegentlich auch durch den Spiegel Allgemeingut geworden sind.
grommeck 28.08.2013
3. Lächerlich....
.....wieder gelogen. Es nimmt kein Ende...
Ein_Forum_Schreiber 28.08.2013
4. Natürlich nicht
Das sind doch die "Guten". Der Mann sollte bei dieser Einstellung seinen Stuhl räumen schließlich soll der Verfassungsschutz Deutsche beschützen und nicht unsere "Freunde". Wer glaubt das wirtschaftliche Erkenntnisse des NSA oder englischen Überwacher nicht an die heimische Wirtschaft weitergegeben werden glaubt auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann.
ronald1952 28.08.2013
5. Wenn unser Verfassungsschutz
Zitat von sysopDPABespitzelt die NSA auch deutsche Unternehmen? Dieser Verdacht steht im Raum. Doch Verfassungsschutz-Chef Maaßen widerspricht. Es gebe "keinerlei Erkenntnisse", wonach Amerikaner oder Briten in Deutschland Industriespionage betreiben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/nsa-affaere-verfassungsschutzchef-bestreitet-wirtschaftsspionage-a-918973.html
behauptet, er habe keinerlei Erkenntnisse ist schon was faul.Rein Logisch ist es doch wohl, wird man in breiter Linie Ausspioniert wieso dann nicht auch bei unserer Industrie? Für wie blöde halten die NSA eigendlich uns Deutsche? Rauskommen wird es so oder so, spätestes wenn es plötzlich Rechtsstreitigkeiten um Patente geben wird.Und das sollte dann unsere Industrie öffenlich machen um den Beweis zu erbringen das sie durch die Spionage der NAS geschädigt wurde.Aber zu Spät wäre es dann so oder so.schönen Tag noch,
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