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29. September 2011, 14:31 Uhr

Nur 3,2 Prozent

Wie Immobilienkäufer die historisch niedrigen Zinsen nutzen

Wer ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen will, steht vor einer einmaligen Gelegenheit: Noch nie waren die Zinsen in Deutschland so niedrig wie derzeit. Trotzdem warnen Verbraucherschützer davor, unüberlegt eine Immobilie zu erwerben. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Berlin - Die Schuldenkrise in Europa ist ein Segen - zumindest für alle, die jetzt einen Immobilienkredit aufnehmen: Die Zinsen für Baudarlehen sind auf einen historischen Tiefstand gefallen. Nach Angaben der FMH-Finanzberatung sind für einen zehnjährigen Kredit derzeit nur 3,19 Prozent fällig. Der Bundesverband deutscher Banken rechnet etwas anders und kommt auf Effektivzinsen von weniger als 3,5 Prozent - auch dies ist ein Rekordtief. Vor gut zehn Jahren lagen die Zinsen noch bei mehr als sechs Prozent.

Hintergrund für das billige Baugeld ist das ungebrochene Vertrauen der Investoren in Deutschland: Staatsanleihen der Bundesrepublik sind zurzeit extrem gefragt, der Bund muss für zehnjährige Papiere nur noch eine Rendite von zwei Prozent bieten.

"Wer jetzt (...) finanzieren muss, kann sich freuen, weil wir den absoluten Tiefststand erreicht haben", sagt FMH-Mann Max Herbst. Doch ist ein Immobilienkredit jetzt in jedem Fall die richtige Entscheidung?

Die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, viele Immobilienfinanzierer würden ihre ausgegebenen Baukredite durch Staatsanleihen absichern. Diese Information ist falsch. Vielmehr beeinflussen die Renditen der Staatsanleihen das allgemeine Zinsniveau in Deutschland, auch für Baugeld. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

fdi/dpa

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