Ölleck vor Brasiliens Küste Chevron gibt sich demütig

Das Ölleck erinnert an die Katastrophe im Golf von Mexiko 2010: Vor der Küste Brasiliens sind nach einem Unfall Zehntausende Liter Öl ins Meer geflossen. Nun hat der Betreiber Chevron versichert, für die Folgen aufzukommen. Man habe sich bei der Berechnung des Drucks vertan.
Ölteppich im Campos-Becken: Bohrloch mit falschen Materialien abgedichtet

Ölteppich im Campos-Becken: Bohrloch mit falschen Materialien abgedichtet

Foto: HANDOUT/ REUTERS

Rio de Janeiro - Der US-Ölkonzern Chevron hat die Verantwortung für ein Ölleck vor der Küste Brasiliens übernommen. Man werde die Folgen des Lecks komplett beseitigen, versicherte das Unternehmen am Sonntag. Die Probleme am Bohrloch seien mittlerweile behoben worden. Als Grund für das Leck gab der Konzern an, sich bei der Berechnung des Drucks unter Wasser vertan zu haben. Deswegen sei unter anderem das Loch mit den falschen Materialien abgedichtet worden.

Die Quelle, die sich vor der Küste des Bundesstaats Rio de Janeiro befindet, wird von Chevron   in Partnerschaft mit dem brasilianischen Ölkonzern Petrobras und einem japanischen Konsortium betrieben. Laut den brasilianischen Behörden entwichen zwischen dem 8. und 15. November zwischen 200 und 300 Barrel Öl pro Tag - das sind zwischen 32.000 und 48.000 Liter.

Chevron kündigte an, am Montag eigene Angaben zu veröffentlichen. Der Vorfall wirft einen Schatten auf Brasiliens rasant wachsende Ölförderung in der Tiefsee. Auch nach der "Deepwater Horizon"-Katastrophe im vergangenen Jahr scheinen viele Fragen zur Sicherheit der Tiefseebohrung unbeantwortet.

cte/dpa
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