ExxonMobil Ölmulti löst Apple als wertvollstes Unternehmen ab

Exxon Mobil hat den Titel "Wertvollstes Unternehmen der Welt" zurückerobert. Der Ölkonzern überholte den bisherigen Rekordhalter Apple, die Aktie des iPhone-Herstellers rutschte erneut um drei Prozent ab.
ExxonMobil in Torrance, Kalifornien: Börsenwert von 417 Milliarden Dollar

ExxonMobil in Torrance, Kalifornien: Börsenwert von 417 Milliarden Dollar

Foto: Reed Saxon/ AP

New York - Apple ist nicht mehr das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Am Freitag übernahm der US-Ölkonzern ExxonMobil nach eineinhalb Jahren wieder die Führung. Das Unternehmen erreichte an der New Yorker Börse zeitweise einen Gesamtwert von rund 417 Milliarden Dollar, während Apple um rund drei Prozent auf 412 Milliarden Dollar abrutschte.

Apples Aktie kostete in der Spitze einmal 705,07 Dollar, zuletzt war sie noch 438,88 Dollar wert. Im vergangenen Quartal hatte sich das Wachstum des Elektronikkonzerns abgeschwächt und der Gewinn stagnierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das löste bei vielen Anlegern die Befürchtung aus, Apple könne an seine Grenzen gestoßen sein.

Banken hatten am Donnerstag reihenweise ihre Kursziele für die Apple-Aktie gesenkt, was zu Verkäufen führte. Doch selbst zur aktuellen Bewertung ist Apple immer noch annähernd so viel wert wie die Top Fünf der deutschen börsennotierten Konzerne zusammen: SAP, Siemens, BASF, Bayer und die Allianz.

Apple war erstmals im Sommer 2011 wertvoller als ExxonMobil. Die beiden Schwergewichte wechselten sich mehrfach ab, bis Apple schließlich davonzog und im August 2012 auch noch Microsoft den Titel des wertvollsten Konzerns aller Zeiten streitig machte. Der Windows-Konzern hatte den Rekord noch zu Zeiten des Dotcom-Booms aufgestellt.

Dabei war Apple zwischenzeitlich fast am Ende. Das war im Jahr 1997, als Microsoft mit seinen Windows-Computern den Konkurrenten zu überrollen drohte. Doch Gründer Steve Jobs, der Apple zwölf Jahre zuvor im Streit verlassen hatte, kehrte zurück und führte das Unternehmen an die Spitze. Im August 2011 trat der Firmenchef wegen einer Krebserkrankung zurück, im Oktober starb er.

Sein Nachfolger Tim Cook baute das Imperium weiter aus und erzielte ein Rekordgeschäft nach dem nächsten. Auch das jetzige Weihnachtsquartal verlief besser als das vorherige. Doch einen so großen Sprung wie in der Vergangenheit gab es nicht. Das beunruhigte die Anleger und schickte die Aktie auf Talfahrt.

cte/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.