Ölpreis unter 60 Dollar Billig in die Weihnachtsferien

Autofahrer wird die Nachricht freuen: Der Preisverfall beim Rohöl setzt sich ungebremst fort. Damit wird auch Benzin immer günstiger. Am Freitag kostete die wichtige Sorte WTI erstmals seit mehr als fünf Jahren weniger als 60 Dollar.

Öl-Fracking im US-Bundesstaat Pennsylvania:
DPA

Öl-Fracking im US-Bundesstaat Pennsylvania:


Singapur - Die Ölpreise sind am Freitag auf neue Fünf-Jahres-Tiefs gefallen. Ein Fass der US-Sorte WTI kostet inzwischen sogar weniger als 60 Dollar. Am Donnerstagabend durchbrach der WTI-Preis diese Marke und fiel am Freitag an den asiatischen Märkten zeitweise auf 58,80 Dollar. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Sorte WTI 59,38 Dollar. Auch die Nordseesorte Brent Chart zeigen nähert sich der 60-Dollar-Marke, ein Barrel kostete zuletzt 63,43 Dollar.

Damit setzt sich der Preisverfall unvermindert fort. Seit Sommer sind die Ölpreise um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Das liegt vor allem an der Aussicht auf ein starkes Überangebot im kommenden Jahr. Die Produktion von US-Schieferöl ist in den vergangenen Jahren gewachsen, und die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat sich Ende November trotz des Preisrutsches nicht auf eine Produktionskürzung verständigen können. Wichtige Produzenten wie Saudi-Arabien wollen offensichtlich mit einer stabilen Produktion ihre Marktanteile verteidigen.

Den jüngsten Preisrutsch am Ende dieser Woche erklärten Händler aber auch mit technischen Gründen. Am Freitag laufen die Kontrakte zur Auslieferung von Öl im Januar aus. Beim Abschluss von Verträgen für Februar und März seien noch einmal niedrigere Preise unterstellt worden, hieß es in Händlerkreisen.

fdi/dpa-AFX



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zyndstoff 12.12.2014
1. Ök wird günstig!
Das ist eine gute Nachricht, dass das Ök jetzt günstiger wird. Wer hat nicht selbst schon oft über das überteuerte Rohök geschimpft - und seine Öklampen verlöscht. Bleibt nur zu hoffen, dass der sinkende Ökpreis auch voll auf Heizök durchschlägt. So eine Nachricht geht doch runter wie Ök!
deus-Lo-vult 12.12.2014
2.
Komisch, daran ist nur, dass der Benzinpreis bei den Amerikanern in der gleichen Zeit, in der er bei uns um 20 Cent gesunken ist, um das doppelte gesunken ist! Wir werden doch nicht etwa abgezockt von ARAL, Shell, Esso & Co.?
nimmersatt 12.12.2014
3. Nun kriegt euch mal wieder Sensationsreporter!
Der Niedrigpreis hält nicht ewig an und für 60 $ je Barrell ist Fracking völlig unwirtschaftlich! Warten wir bis I. Quartal 2015 was dann passiert? Spekulanten werden es irgendwie schaffen, Preis wieder hoch zu treiben!
Skarrin 12.12.2014
4. Viel Spaß bei der nächsten Jammerrunde
Der derzeit niedrige Ölpreis ist politisch bedingt. Sobald sich das ändert werden sich Förderländer und Konzerne die Gewinnausfälle zurückholen, mit ordentlichem Zuschlag. Ich bin froh dass ich keine Ölheizung habe, und nächstes Jahr kommt ein neues E-Auto her sobald ich meinen CNG-Transporter nicht mehr brauche. Schade dass es für den Zoe noch keine zugelassene AHK gibt :-(
b.oreilly 12.12.2014
5.
Zitat von deus-Lo-vultKomisch, daran ist nur, dass der Benzinpreis bei den Amerikanern in der gleichen Zeit, in der er bei uns um 20 Cent gesunken ist, um das doppelte gesunken ist! Wir werden doch nicht etwa abgezockt von ARAL, Shell, Esso & Co.?
Nein, der Steueranteil bei uns liegt etwa bei 90 Cent pro Liter. So gesehen hat das seine Richtigkeit.
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