Ölpreis Saudischer Kronprinz dämpft Hoffnung auf Förderbeschränkung

Die Preise für Rohöl sind seit Monaten auf Talfahrt. Jetzt trüben Äußerungen des stellvertretenden saudischen Kronprinzen bin Salman die Hoffnung auf mögliche Förderbeschränkungen ein.

Offshore-Ölförderung in Saudi-Arabien
REUTERS

Offshore-Ölförderung in Saudi-Arabien


Eine baldige Beschränkung der Fördermengen wichtiger Öl-exportierender Staaten ist nach Aussagen des stellvertretenden Kronprinzen Mohammed bin Salman unwahrscheinlicher geworden. Die Ölpreise haben nach den Äußerungen deutlich nachgegeben.

Saudi-Arabien werde seine Fördermenge nur dann einfrieren, wenn Iran und andere Ölförderländer dies auch tun, sagte bin Salman der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Freitagmittag 39,61 US-Dollar und damit 73 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai sank um 66 Cent auf 37,67 Dollar.

Vor einer Einigung Mitte Februar mit Katar, Venezuela und Russland, die Produktion auf dem Januar-Niveau einzufrieren, hatte Saudi-Arabien die Ölförderung noch auf Rekordniveau gebracht.

Für Mitte April ist ein Treffen wichtiger Förderländer geplant, bei dem über mögliche Produktionsbeschränkungen gesprochen werden soll. Dass Iran eine Förderbeschränkung mitmacht, gilt unter Experten aber als sehr unwahrscheinlich. Schließlich sind gerade erst internationale Sanktionen gegen das Land beendet worden, die Iran erstmals seit Jahren erlauben, die Produktion ausgehend von einem relativ niedrigen Niveau wieder hochzufahren.

brt/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
derweise 01.04.2016
1. Die Saudi - Bettler
müssen sich auf magere Zeiten einstellen!
Pless1 01.04.2016
2. Seit Monaten auf Talfahrt?
Komisch, der Ölpreis ist doch seit Mitte Januar von unter 30 $/Barrel auf rund 40$/Barrel gestiegen?!? Da dieser Anstieg aber wohl einzig auf Begrenzungsfantasien bezüglich der Förderung basierte, dürfte es jetzt wieder in den Keller gehen. Mit Teheran wird es keine Mengenbegrenzung geben.
rst2010 01.04.2016
3. die saudis
werden sich nicht beschränken, solange das ziel nicht erreicht ist: das zerstören der amerikanischen fracking- und ölsandfirmen. diejenigen, die unter diesen techniken leiden, werden es begrüßen.
Celegorm 01.04.2016
4.
Zitat von rst2010werden sich nicht beschränken, solange das ziel nicht erreicht ist: das zerstören der amerikanischen fracking- und ölsandfirmen. diejenigen, die unter diesen techniken leiden, werden es begrüßen.
Allerdings schiessen sie sich damit ins eigene Knie und werden am Ende wohl als Verlierer dastehen. Schon nur, weil die Fracking-Kapazitäten vergleichsweise flexibel sind. Selbst wenn der US-Output sich auf das gewünschte Mass reduziert, sobald die Preise steigen wird die Produktion dort auch umgehend wieder anziehen. Am Ende wird also Saudi-Arabien enorme Mengen an Öl verschleudert und die Staatsfinanzen ruiniert haben, aber trotzdem oder erst recht im Abseits enden..
carranza 01.04.2016
5. Talfahrt?
Zitat von Pless1Komisch, der Ölpreis ist doch seit Mitte Januar von unter 30 $/Barrel auf rund 40$/Barrel gestiegen?!? Da dieser Anstieg aber wohl einzig auf Begrenzungsfantasien bezüglich der Förderung basierte, dürfte es jetzt wieder in den Keller gehen. Mit Teheran wird es keine Mengenbegrenzung geben.
Benzin und Diesel sind doch zuletzt auch gestiegen. Vor wenigen Monaten kostete mich der Liter Diesel noch 88 Cent und Benzin 1,13 € Wi kann man es Talfahrt nennen, wenn man jetzt mehr dafür bezahlt?
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