Referendum im Irak Ölpreis steigt auf Zweijahreshoch

Das Referendum im kurdischen Teil des Irak treibt die Ölpreise in die Höhe. Wegen Sorgen über Lieferengpässe verteuert sich die Nordseesorte Brent auf fast 60 Dollar pro Barrel.

Erdölfeld im Irak (Archivbild)
REUTERS

Erdölfeld im Irak (Archivbild)


Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gestiegen. Hauptgrund war die Drohung der Türkei, Öllieferungen aus dem kurdischen Teil des Irak zu blockieren. Davon war vor allem der Preis für europäisches Rohöl betroffen. Der Preis für die Sorte Brent stieg auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

Ein Barrel (je 159 Liter) kostete am Dienstagmorgen bis zu 59,49 Dollar - so viel wie seit Juni 2015 nicht mehr. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 52,28 Dollar. WTI kostet derzeit so viel wie seit April dieses Jahres nicht.

Die türkische Regierung hatte am Montag damit gedroht, keine Rohöllieferungen mehr aus dem kurdischen Teil des Irak durch die Türkei fließen zu lassen. Trotz scharfer internationaler Kritik hatten die Kurden im Nordirak in einem historischen Referendum über ihre Unabhängigkeit abgestimmt.

Die Türkei lehnt eine Unabhängigkeit ab, da sie eine Destabilisierung der Region befürchtet. In der Türkei leben viele Kurden. Der Irak ist ein ölreiches Land.

ssu/dpa



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Oberleerer 26.09.2017
1.
Was ist das für dämlicher Grund die Durchleitung zu blockieren? Die Russen drehen den Hahn ab, wenn nicht bezahlt wird, aber hier kümmert man sich einfach nicht um Verträge. Das kann natürlich nach hinten losgehen. Assad hat allen Grund den Kurden entgegen zu kommen und der Türkei in die Parade zu fahren. Er kann das Öl ableiten. Die Türkei bekommt Öl jetzt von Russland. Das kurdische Öl ist dort ohnehin nicht mehr nötig, falls es kein Preisbrecher ist. Wenn Europa dekarbonisiert ist, erledigt sich das Thema hoffentlich von alleine. 55% fließt in den Verkehr, 42% in den Straßenverkehr. Wenn es doch endlich Telearbeit gäbe.
Spiegelleserin57 26.09.2017
2. es heißt wegen der Sorge...
Zitat von OberleererWas ist das für dämlicher Grund die Durchleitung zu blockieren? Die Russen drehen den Hahn ab, wenn nicht bezahlt wird, aber hier kümmert man sich einfach nicht um Verträge. Das kann natürlich nach hinten losgehen. Assad hat allen Grund den Kurden entgegen zu kommen und der Türkei in die Parade zu fahren. Er kann das Öl ableiten. Die Türkei bekommt Öl jetzt von Russland. Das kurdische Öl ist dort ohnehin nicht mehr nötig, falls es kein Preisbrecher ist. Wenn Europa dekarbonisiert ist, erledigt sich das Thema hoffentlich von alleine. 55% fließt in den Verkehr, 42% in den Straßenverkehr. Wenn es doch endlich Telearbeit gäbe.
die Wirtschaft nutzt mal wieder die Gelegenheit die Preise hoch zu treiben.
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