Förderkürzungen Ölpreise steigen auf höchsten Stand seit Sommer 2015

Der überraschende Schulterschluss der Opec zeigt Wirkung. Noch bevor die angekündigten Kürzungen der Förderquoten tatsächlich umgesetzt sind, steigen die Preise deutlich.

Ölfeld in Kalifornien
dpa

Ölfeld in Kalifornien


Die Ölpreise sind am Montag nach den angekündigten Förderkürzungen der Opec und anderer Förderländer auf den höchsten Stand seit Sommer 2015 gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot zur Lieferung im Februar legte im frühen Handel um bis zu 6,55 Prozent auf 57,89 Dollar zu Chart zeigen - zuletzt kostete ein Fass Brent mit 56,47 Dollar immer noch rund vier Prozent mehr als am Freitagabend.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar verteuerte sich zuletzt um knapp fünf Prozent auf 53,92 Dollar. Am Wochenende hatten das Ölkartell und andere Förderländer in einem historischen Schulterschluss gemeinsam Förderkürzungen angekündigt, um die Preise für Rohöl nach oben zu treiben.

Die Opec und rund ein Dutzend Nicht-Opec-Länder hatten sich in Wien auf eine weitere Kürzung der Ölförderung um 558.000 Barrel pro Tag geeinigt. Russland will allein 300.000 Barrel weniger produzieren. Allerdings werde die Drosselung allmählich beginnen und erst im April oder Mai den vollen Umfang erreichen, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak der Agentur Tass.

Die Maßnahme unterstützt die jüngst von der Opec beschlossene eigene Kürzung ihrer Produktion um 1,2 Millionen Barrel am Tag im ersten Halbjahr 2017. Die Opec-Produktion soll künftig bei 32,5 Millionen Barrel liegen. Insgesamt haben sich nun mehr als 20 Länder entschieden, weniger Öl zu fördern.

mik/dpa-AFX



insgesamt 14 Beiträge
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spon_3511963 12.12.2016
1. Der überraschende Schulterschluss der Opec zeigt Wirkung
wenn trift es wieder jetzt schon obwohl noch nichts geschehen ist außer Drohungen Nicht die reichen! den der zur Arbeit fahren muß ist wie immer der Dumme. er bezahlt die Waffen für die ewigen Kriegstreiber.
ksail 12.12.2016
2. Wird auch Zeit!
So schwer es mir als Pendler auch fällt, aber die Spritpreise müssen wieder rauf...
Oberleerer 12.12.2016
3.
So zeigt sich, daß die Friedensbemühungen der Russen ernsthaft sind und Früchte tragen. Von einem maßvollen Anstieg profitieren wir alle. Die Decarbonisierung gewinnt dann wieder an Fahrt, Transporte werden teurer, die Märkte regionaler. Und Frieden gibt es obenauf. Jetzt muß sich zeigen, ob friedliche OPEC-Verträge in jeder Hinsicht besser sind, als die Strategie, den Konkurrenten zu sanktionieren und mit Krieg zu überziehen.
josch@sapo.pt 12.12.2016
4. na
dann haben wir ja bald wieder die 2 euro pro liter. prima! die oelmultis gewinnen noch mehr und wir zahlen es. aber eine hoffnung habe ich dabei: elektro-autos koenen wieder interessanter werden.
!!!Fovea!!! 12.12.2016
5. Wie praktisch
so kurz vor den Weihnachtsferien.
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