Sinkende US-Reserven Ölpreise steigen über 50 Dollar

Die Preise für Öl sind auf das höchste Niveau seit sieben Monaten gestiegen. Ein unerwartet starker Rückgang der Lagerbestände in den USA sorgte für einen neuen Schub.

Ölförderung in den USA
Getty Images

Ölförderung in den USA


Sinkende Ölreserven der USA haben einen erneuten Anstieg der Ölpreise ausgelöst. Der Preis für Öl der Sorte Brent Chart zeigen aus der Nordsee ist am Donnerstag erstmals seit fast sieben Monaten wieder über die Marke von 50 Dollar geklettert. Ein Fass (159 Liter) Brent-Öl kostete am frühen Donnerstagmorgen mit 50,05 Dollar so viel wie seit dem 4. November nicht mehr. Das ist ein Anstieg von 35 Cent gegenüber dem Handelsschluss vom Mittwoch.

Die US-Lagerbestände hatten sich in der vergangenen Woche um 4,2 Millionen auf 537,1 Millionen Barrel verringert. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang von 2,5 Millionen Barrel gerechnet. US-Leichtöl kostete Donnerstagfrüh 49,83 Dollar pro Fass und damit 23 Cent mehr und war damit so teuer wie seit Mitte Oktober nicht mehr.

Im Januar waren die Preise für beide Ölsorten bis auf unter 30 Dollar und damit den tiefsten Stand seit 2003 abgesackt. Vor knapp zwei Jahren hingegen hatten für die führende Sorte Brent noch 115 Dollar gezahlt werden müssen. Gründe für den anschließenden Preisverfall waren unter anderem ein Überangebot auf dem Weltmarkt und eine eher maue Konjunktur, unter anderem in China.

kig/reuters



insgesamt 49 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
HaraldKönig 26.05.2016
1.
Die Benzinverkäufer peilen sogar die 100$ an. Jedenfalls orientiert sich ihr Benzinpreis vorsorglich an dieser Marke.
aurichter 26.05.2016
2. Da knallen
sicher auf einigen Etagen wieder die Sektkorken und der Verbraucher kann bald die gewohnten Spritpreise Richtung zwei Euro abdrücken. Jede Promille Verschiebung wird dazu genutzt den Ölpreis rasant nach oben zu treiben. Wer da Vergleiche zu "sizielianischen Familienstrukturen" mit fünf Buchstaben scheut, der lebt in einer anderen Welt !
EinMensch 26.05.2016
3. Hoffentlich kommt Draghi dann mal zur Einsicht
Wenn das so weitergeht, dann kapiert Draghi ja vielleicht mal, dass die niedrige Inflation einzig und allein durch die niedrigen Energiekosten entstanden ist. Die wird dann nämlich genau so schnell anziehen, wie die Ölpreise steigen. Und bei dem Eurokurs zurzeit kostet 1 Liter Super dann bald 1,70€ oder mehr. Danke Draghi!!
hagen winglmeyr 26.05.2016
4. Maximal 10 Dollar
betragen die Förderkosten pro Barrel.Und die Ölindustrie hat eine Riesenfantasie und einen ständig wechselnden Korb von zum Teil wiederspüchlichen und lächerlichen Begründungen ,warum der Ölpreis steigen muß.Warum sind sie nicht etwas ehrlicher und begründen es mit Gewinngier?
johannesraabe 26.05.2016
5.
Gestern hieß es die deutsche Konjunktur wächst um 0.7 Prozent. Wenn jetzt der Ölpreis bis Weihnachten auf 100 US Dollar kletterern würde, würde Deutschland ja sogar vielleicht in die Rezession rutschen. Europa ist am Ende. Überschuldet, überreglementiert und vor allem in Elite und Bürger, in Nord und Süd, in Ost und West geteilt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.