Verkauf von Informationen zur Parteiaffinität Österreichische Post muss in Datenskandal Millionenstrafe zahlen

Weil sie Daten zur Parteiaffinität von rund zwei Millionen Kunden verkauft haben soll, muss die österreichische Post 18 Millionen Euro Strafe zahlen. Das Unternehmen will Widerspruch einlegen.
Klingelschilder an einem Wohnhaus (Archivbild): Daten zur Parteiaffinität von Postkunden verkauft

Klingelschilder an einem Wohnhaus (Archivbild): Daten zur Parteiaffinität von Postkunden verkauft

Foto: Ole Spata/DPA

Die österreichische Post muss im Skandal um das Sammeln und den Verkauf von Daten ihrer Kunden zur Parteiaffinität eine Strafe von 18 Millionen Euro zahlen. Die Datenschutzbehörde des Landes begründete die Entscheidung mit Verstößen gegen Datenschutzregelungen, wie das Justizministerium mitteilte. Die Post will gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen.

Die Rechercheplattform Addendum hatte im Januar berichtet , die österreichische Post verkaufe Datensätze von rund drei Millionen Kunden mit Namen, Adresse, Alter und Geschlecht an andere Unternehmen für Marketingzwecke. Bei 2,2 Millionen Kunden werde auch die Parteiaffinität angegeben. Diese Datensätze würden an Parteien verkauft, so dass diese mögliche Anhänger besser erreichen könnten.

Datenschutzorganisationen hatten scharfe Kritik an der österreichischen Post geübt. Die österreichische Datenschutzbehörde leitete ein Verfahren ein. Die Post erklärte daraufhin, künftig auf das Sammeln und den Verkauf von Daten ihrer Kunden zur Parteiaffinität zu verzichten.

jki/AFP