Medienberichte Österreichs Ex-Kanzler Kurz übernimmt offenbar Posten bei Techinvestor Peter Thiel

Sebastian Kurz wechselt offenbar ins Silicon Valley. Österreichischen Zeitungen zufolge tritt der Ex-Kanzler einen Managerjob bei Facebook-Investor und Trump-Unterstützer Peter Thiel an.
Sebastian Kurz Anfang Dezember

Sebastian Kurz Anfang Dezember

Foto: Christian Bruna / EPA

Der frühere österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz tritt offenbar einen Managerposten in den USA an. Der 35-Jährige soll Global Strategist beim Investmentfonds Thiel Capital werden, melden die österreichischen Medien »Kronen Zeitung«  und »Heute« übereinstimmend . Beide Medien berufen sich auf eine Bestätigung dieser Information durch Kurz selbst.

Der Investmentfonds des deutschstämmigen US-Milliardärs Peter Thiel hat seinen Sitz im kalifornischen Silicon Valley, wo zahlreiche große Hightech-, IT- und Internetfirmen angesiedelt sind. Thiel ist einer der Mitgründer des Zahlungsdienstleisters PayPal und war einer der frühesten Investoren in das Unternehmen Facebook. Zudem positionierte er sich in der Öffentlichkeit politisch – als Republikaner und einer der ersten Unterstützer von Ex-Präsident Donald Trump.

Damit haben die Spekulationen über die Zukunft des österreichischen Ex-Kanzlers nun ein Ende. Bereits vor einigen Tagen hatten Meldungen über einen Wechsel in die USA die Runde gemacht; als möglicher neuer Arbeitgeber wurde die umstrittene Datenanalysefirma Palantir genannt, die ebenfalls von Peter Thiel mitgegründet wurde. Palantir dementierte das aber umgehend.

Kurz war im Oktober nach Korruptionsvorwürfen als Bundeskanzler zurückgetreten. Er und einige seiner engsten politischen Mitstreiter sollen mithilfe von Steuergeldern geschönte Umfragen in Auftrag gegeben haben, um den Weg ins Kanzleramt zu ebnen. Kurz bestreitet alle Vorwürfe.

Der ehemalige Kanzler blieb zunächst Chef der konservativen ÖVP und Fraktionschef, kündigte dann aber Anfang Dezember abrupt seinen Rücktritt von allen Ämtern an. Zuvor waren er und seine Freundin Eltern geworden. Die Geburt seines Sohnes habe seine Perspektive geändert, sagte er und schloss eine Rückkehr in die Politik aus.

fdi
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