Steuerrabatt Scholz will Elektro-Dienstwagen länger fördern

Die Nachfrage nach Elektroautos bleibt schwach, Steuervorteile für Dienstwagen sollen sie befördern. Finanzmister Olaf Scholz will die Subvention länger gewähren, "vielleicht über das ganze nächste Jahrzehnt".
Olaf Scholz in einem elektrischen Dienstwagen (Archivbild)

Olaf Scholz in einem elektrischen Dienstwagen (Archivbild)

Foto: Bodo Marks/ picture alliance / dpa

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat eine deutlich verlängerte Förderung von Elektroautos als Dienstwagen angekündigt. "Die Hälfte aller Autos wird in Deutschland als Dienstwagen verkauft", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ich habe mich deshalb entschlossen, dass wir die steuerliche Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden als Dienstwagen nicht 2021 enden lassen, sondern vielleicht über das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen."

Seit Jahresbeginn muss ein Arbeitnehmer, der sein E-Auto auch als Dienstwagen nutzt, nur einen reduzierten Satz von 0,5 Prozent des inländischen Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind es 1,0 Prozent. Die Regelung ist bisher auf drei Jahre befristet.

Plug-in-Hybride sollten künftig aber nur noch gefördert werden, wenn sie "elektrisch eine längere Strecke fahren können als heute, zum Beispiel 80 Kilometer", sagte Scholz. Er erwäge auch eine Ausweitung auf Lieferwagen mit Elektroantrieb, die innerstädtisch unterwegs sind. "Damit verbessern wir die Luftqualität und erreichen unsere Klimaziele schneller."

Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland ist immer noch gering. Hauptgrund sind der vergleichsweise hohe Preis der Fahrzeuge sowie eine unzureichende Lade-Infrastruktur. Auch im Sinne des Klimaschutzes soll die Elektromobilität aber ausgebaut werden.

dab/dpa