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25. Mai 2018, 12:13 Uhr

Täglich eine Million Barrel mehr

Russland und Saudi-Arabien wollen offenbar Ölmenge erhöhen

Um den Ölpreis stabil zu halten, hat die Opec eine maximale Fördermenge vereinbart. Saudi-Arabien und Russland wollen aber mehr fördern. Hintergrund sind mögliche Ausfälle in Venezuela und Iran.

Saudi-Arabien und Russland machen sich Insidern zufolge für höhere Ölfördermengen stark und wollen die seit eineinhalb Jahren dauernden Produktionseinschränkungen aufweichen. Geplant sei, die von den Opec- und den Nicht-Opec-Mitgliedern täglich hergestellte Ölmenge um eine Million Barrel zu erhöhen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Minister aus Saudi-Arabien, Russland und der Vereinigten Arabischen Emirate, ebenfalls ein großer Ölexporteur, hätten sich zu Gesprächen in St. Petersburg getroffen. Russland wolle gemeinsam mit der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auf einem Treffen im Juni in Wien über eine Lockerung der Förderbeschränkungen reden, sagte Energieminister Alexander Novak.

Eine Änderung sei aber abhängig von der Lage der Märkte, sagte Novak in Sankt Petersburg. Russische Ölförderunternehmen wünschten sich aber mehr Flexibilität.

Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent war zuletzt um 1,2 Prozent auf 77,86 Dollar abgerutscht. US-Leichtöl WTI verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 70,15 Dollar.

Experten gehen davon aus, dass bei einer Erhöhung der Ölmengen die 80-Dollar-Marke, die Brent in der vergangenen Woche erstmals seit November 2014 übersprungen hatte, nicht mehr erreicht wird (wie Sie trotz hoher Ölpreise sparen können, lesen Sie hier).

Hintergrund für die Überlegungen sind Produktionsausfälle in Venezuela und Iran. In Venezuela setzt eine Wirtschaftskrise der Herstellung des Rohstoffs zu, während Iran US-Sanktionen drohen.

ans/Reuters/dpa

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