Krisenkonzern Opel holt Astra-Fertigung nach Rüsselsheim

Der Opel Astra zählte lange zu den beliebtesten Automodellen in Deutschland, von 2021 an soll er wieder in Rüsselsheim gebaut werden. Das soll die Zukunft des Werks sichern - viele Stellen werden dennoch gestrichen.

Die aktuelle Baureihe des Opel Astra
Opel

Die aktuelle Baureihe des Opel Astra


Der Opel Astra kehrt nach Deutschland zurück. Die nächste Generation des Modells - lange Jahre eines der beliebtesten Autos in Deutschland - werde von 2021 an wieder in Rüsselsheim gebaut, teilte der französische Opel-Eigentümer Peugeot mit.

Derzeit wird der Astra im britischen Ellesmere Port und im polnischen Gliwice (Gleiwitz) hergestellt. Auch eine Elektroversion des Astra soll es dann geben. "Das ist ein wichtiger Schritt nach vorn für das Werk Rüsselsheim", sagte Opel-Chef Michael Lohscheller.

Die Astra-Produktion sichere die Zukunft für das Werk, in dem künftig in zwei Schichten gearbeitet werde. Möglich geworden sei dies durch eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern, die das Werk effizienter und damit wettbewerbsfähiger mache.

Die Fabrik gilt als schwach ausgelastet. Opel will deshalb bis zu 600 Stellen in Rüsselsheim streichen, der Abbau soll über Freiwilligenprogramme und Altersteilzeit gelingen. Zugleich sollen in den nächsten Jahren 120 Auszubildende pro Jahr eingestellt werden.

Der Astra war 1991 als Nachfolger des Kadett auf den Markt gebracht worden. Von 2009 bis 2015 wurde er schon einmal in der hessischen Stadt, dem Stammsitz von Opel, gebaut.

beb/dpa

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