Französischer Mutterkonzern Opel beschert PSA kräftiges Umsatzwachstum

Die Sanierung von Opel macht offenbar Fortschritte. Der deutsche Hersteller konnte seinen Umsatz kräftig steigern - und bescherte dem Mutterkonzern weitere Marktanteile in Europa.

Das Logo des Autobauers Opel am Opel-Werk in Bochum
DPA

Das Logo des Autobauers Opel am Opel-Werk in Bochum


Der französische Autobauer PSA hat seinen Umsatz weiter steigern können. PSA meldete in Rueil-Malmaison bei Paris ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 7,8 Prozent im dritten Quartal. Der Umsatz sei demnach auf 15,4 Milliarden Euro gewachsen.

Zu PSA gehören die Marken Citroën, Peugeot, Vauxhall, DS und Opel. Die Sparte Opel mit der britischen Schwestermarke Vauxhall setzte von Juli bis Ende September 3,88 Milliarden Euro um. Das war ein deutliches Plus von rund 39 Prozent. Die anderen Marken wuchsen marginal.

Starkes Wachstum kommt unerwartet

Analysten hatten jedoch mit einem geringeren Wachstum gerechnet. Noch im Oktober musste Opel im Eisenacher Werk Kurzarbeit einführen. Ob die Vorjahreszahlen vergleichbar sind, kann bezweifelt werden - denn das deutsche Unternehmen wird erst seit dem 1. August 2017 in den Büchern von PSA geführt. PSA hatte Opel dem US-Autobauer General Motors (GM) abgekauft.

Opel hatte im ersten Halbjahr erstmals seit fast 20 Verlustjahren wieder einen operativen Gewinn ausgewiesen. PSA-Konzernchef Carlos Tavares sagte zum Monatsbeginn, dass die Sanierung von Opelzu etwa einem Drittel abgeschlossen sei.

In den ersten neun Monaten 2018 steigerte der gesamte PSA-Konzern seinen Umsatz auf rund 54 Milliarden Euro. Dies war gegenüber der Vorjahresperiode ein Zuwachs von rund 29 Prozent.

Peugeot löst VW als europäischer Marktführer ab

Angaben zu den Gewinnen im dritten Quartal machte das Unternehmen nicht. PSA komme es aber vor allem darauf an, die Profitabilität von Opel wiederherzustellen und Fixkosten zu vermindern. "Das ist unsere Top-Priorität. Wir brauchen ein gesundes Geschäft", sagte Finanzchef Philippe de Rovira. Wenn dies erreicht sei, könne man auch wieder wachsen.

Im Gegensatz zum Rivalen Volkswagen legte PSA beim Autoabsatz in Europa zu. Außerhalb Europas schrumpften die Auslieferungen von PSA dagegen, weil sich Peugeot aus Iran zurückgezogen hat.

Daten der Analysten von Jato Dynamics zufolge hat Peugeot Volkswagen beim Autoabsatz im September als Marktführer in Europa abgelöst. Das am besten verkaufte PSA-Modell war der Opel Corsa.

kko/dpa/Reuters

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