"Panama Papers" Panamas Staatsanwaltschaft setzt Ermittlungen aus

Vor knapp einem Jahr enthüllten die "Panama Papers" globale Netzwerke für Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Die Behörden Panamas haben die Ermittlungen nun aber ausgesetzt - wegen eines juristischen Streits.

Panama City
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Panama hat die Ermittlungen zu dem durch die "Panama Papers" aufgedeckten Finanzskandal ausgesetzt. Das Verfahren sei wegen einer Verfassungsbeschwerde auf Eis gelegt worden, sagte Generalstaatsanwältin Kenia Porcell. Das Oberste Gericht müsse nun entscheiden, ob die Ermittlungen fortgesetzt werden können. Die im Mittelpunkt der Affäre stehende Kanzlei Mossack Fonseca hatte argumentiert, die Enthüllungen beruhten auf gestohlenen Informationen und seien somit illegal.

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Der Finanzskandal war im vergangenen April öffentlich geworden. Zahlreiche Medien weltweit hatten einen umfangreichen Datensatz über Briefkastenfirmen ausgewertet, die von der in Panama-Stadt ansässigen Kanzlei Mossack Fonseca abgewickelt wurden. Federführend bei der Auswertung war die Redaktion der "Süddeutschen Zeitung".

Durch die Enthüllungen gerieten weltweit Politiker, Geschäftsleute und Prominente unter Druck. In Island brachten die Informationen den Ministerpräsidenten zu Fall, auch der damalige britische Regierungschef David Cameron kam wegen einer Beteiligung an der Briefkastenfirma seines Vaters unter Druck. Auch zahlreiche deutsche Banken tauchen in den "Panama Papers" auf. Die Veröffentlichung rief die Steuerbehörden in zahlreichen Ländern auf den Plan.

beb/AFP

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insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
prinoset 25.01.2017
1. Da wird
sich Schäuble aber ärgern.
Msc 25.01.2017
2.
Hat jemand allen Ernstes erwartet, dass die Reichen irgendeine Art von Strafe bekommen würden?
wasistlosnix 25.01.2017
3. mal ne Frage
findet sich Trump auch auf der Liste?
aurichter 25.01.2017
4. Sollte nicht verwundern
wenn da aus dem Ausland, aus einem Land mit einer neuen Staatsführung, der Anstoss zu dieser Maßnahme gekommen ist! Wenn man sieht, wer alles seine gierigen Griffel dort im Spiel hatte, dann könnten etwaige Enthüllungen um gewisse Hotelimperien bestimmte Menscben, die u.a. auch Steuererklärungen nicht veröffentlichen wollen, in arge Bedrängnis bringen. Alles sehr misteriös zur Zeit!
cs01 25.01.2017
5.
Zitat von wasistlosnixfindet sich Trump auch auf der Liste?
Das wäre ganz sicher schon veröffentlicht worden, selbst bei Personen aus seinem Umfeld. Entweder hat er Strohmänner die keiner kennt, Anwälte die noch nicht geleakt wurden oder er ist sauber (im rechtlichem Sinne).
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