"La Fontaine Gaillon" Gérard Depardieu verkauft Pariser Gourmetrestaurant

Bereits vor einigen Jahren hatte Gérard Depardieu angekündigt, seinen gesamten Besitz in Frankreich zu verkaufen. Nun steht sein Edelrestaurant in Paris zum Verkauf - inklusive Weinkeller.

Gérard Depardieu
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Gérard Depardieu


Als Gourmet ist der französische Schauspieler Gérard Depardieu bekannt - doch von seinem Pariser Feinschmeckerlokal hat er genug. Der 70-Jährige hat das Restaurant "La Fontaine Gaillon" im Zentrum der französischen Hauptstadt bereits im Juni verkauft, wie an diesem Montag bekannt wurde. Nach Angaben des Auktionshauses Ader will er das Inventar am 11. Juli versteigern - inklusive Weinkeller.

Versteigert werden unter anderem das Geschirr, Tische, Stühle, Kristallleuchter sowie die Küchenausrüstung, die Spitzenkoch Pascal Lognon-Duval im Auftrag Depardieus nutzte. Allein die Weine dürften pro Flasche rund 6000 Euro einbringen.

Der Schauspieler hatte das Restaurant in der Nähe der alten Pariser Oper 2003 eröffnet. Das Restaurant hatte im Gastronomieführer Gault & Millau die Note 13 von 20 und zwei Kochmützen.

Das Restaurant "La Fontaine Gaillon" im Zentrum von Paris
imago images/La Fontaine Gaillon

Das Restaurant "La Fontaine Gaillon" im Zentrum von Paris

Depardieu besitzt in Frankreich auch einige Weingüter und in Paris zudem Feinkostläden, die er abstoßen will. Bereits 2015 hatte er angekündigt, seinen gesamten Besitz in Frankreich zu verkaufen.

Depardieu ist einer der erfolgreichsten Schauspieler Frankreichs und erlangte mit Filmen wie "Green Card" und "Cyrano de Bergerac" Weltruhm. 2012 hatte Depardieu aus steuerlichen Gründen seinen Wohnsitz aus Frankreich verlegt. 2013 nahm er die russische Staatsbürgerschaft an, die Präsident Wladimir Putin ihm persönlich angeboten hatte.

hej/AFP



insgesamt 35 Beiträge
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syracusa 08.07.2019
1. Gourmet /= Gourmand
Nach deutschem Sprachgebrauch ist Depardieu kein Gourmet, sondern ein Gourmand.
melnibone 08.07.2019
2. Des Menschen Wille ...
ist sein Himmelreich. Niemand weint um ´dicke unflätige Millionäre´, die keinen Bezug zu ihren Wurzeln mehr aufbringen ... und Steuern auch nicht in angemessener Höhe zahlen möchten. Sprich nichts von ihrem Profitieren aus welchen ´Talenten´ oder Protegieren heraus auch immer entsprungen ... etwas an die Gesellschaft zurück geben möchten. Die neue Heimat gefällt ihm ... passt auch zu ihm.
andregera 08.07.2019
3. Ich beneide ihn ein bisschen,
das er das durchzieht. Diese nimmersatten Staaten, mit ihren Finanzämtern und Steuerbehörden, sorgen für diesen Abfluss von Steuergeldern und Abwanderung der Personen.
siryanow 08.07.2019
4.
Nun ja Monsieur Depardieux , ein Restaurant in Moskau oder St. Petersburg ist doch auch ganz nett
JeNun 08.07.2019
5. Viel Unsinn
Unglaublich, dass im Spiegel ein Artikel mit zwei maßgeblichen Fehlern durchgeht. Es ist absolut unmöglich, dass jede Flasche Wein ( "die Weine") mindestens 6000 € erbringt. Das hieße nämlich, dass alle Weine im Lokal in etwa 24 000 € pro Flasche gekostet hätten. Denn in Spitzenlokalen im Zentrum von Paris ist ein Aufschlag von 400% auf den Einkaufspreis (= Handelspreis, also auch VK im Falle der Versteigerung) normal. So stellt sich der kleine Provinzmaxi die große Stadt und die feinen Restaurants vor, lachhaft. Was gleich zum echten Kapitalfehler führt: hier steht, das Lokal hatte 13 Punkte bei Gault Millau, und 2 Hauben. Verehrte Redaktion, das geht nicht, das ist Unsinn. 13-14 Punkte = 1 Haube. 15-16 = 2 Hauben. Also was nun? Die Currywurst-Buden haben so eine Bewertung nicht, man kann das aber recherchieren.... Abgesehen davon sind 2 Hauben in Paris recht gut, aber ein "Spitzenlokal" hat 2 oder 3 Michelin-Sterne, und/oder zumindest 3, besser 4 Hauben.
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