Geplanter Börsengang Ebay trennt sich von PayPal

PayPal wird eigenständig: Der Bezahldienst spaltet sich von der Verkaufsplattform Ebay ab und geht 2015 an die Börse. Eine Niederlage für Ebay-Chef John Donahoe - er räumt seinen Posten.
Bürogebäude von Ebay und PayPal in Kalifornien: Aktionäre haben sich durchgesetzt

Bürogebäude von Ebay und PayPal in Kalifornien: Aktionäre haben sich durchgesetzt

Foto: Paul Sakuma/ ASSOCIATED PRESS

Bangalore/San Jose - Lange hat sich Ebay gegen den Druck von Investoren gesträubt, jetzt ist es doch soweit: Die Internet-Handelsplattform wird sich von ihrem Bezahldienst PayPal abspalten. In der zweiten Jahreshälfte 2015 soll PayPal an die Börse gehen, teilte das Unternehmen mit. Der Bezahldienst machte zuletzt knapp die Hälfte des Ebay-Geschäfts aus.

Ebay-Chef John Donahoe, der beharrlich Widerstand gegen die Abspaltungspläne geleistet hatte, wird seinen Posten abgeben. "Verwaltungsrat und Management glauben, dass Unabhängigkeit ab 2015 das Beste für die Unternehmen ist, um zusätzliche Werte für die Aktionäre zu schaffen", erklärte Donahoe.

Die Abspaltung hatte vor allem der berüchtigte New Yorker Großaktionär Carl Icahn immer wieder vehement gefordert. Aktionäre bejubelten die nun verkündeten Pläne. Die Aktie von Ebay stieg im vorbörslichen Handel in New York um bis zu elf Prozent. Als Konzernchef bei Ebay soll Devin Wenig auf Donahoe folgen.

PayPal hatte seinen Umsatz im zweiten Quartal dieses Jahres im Jahresvergleich um knapp 20 Prozent gesteigert. Ebays Umsatzwachstum flaute hingegen auf neun Prozent ab. Den Marktplatz nutzten zuletzt 148,9 Millionen Menschen, PayPal 152,5 Millionen. Über den Bezahldienst können Kunden ihre Online-Einkäufe abwickeln.

vks/dpa/Reuters
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