Neustrukturierung in Berlin Ver.di befürchtet massiven Stellenabbau bei Paypal

Der Online-Bezahldienst Paypal will in Berlin offenbar in großem Stil Stellen streichen. Der Gewerkschaft zufolge sollen knapp 90 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Das Unternehmen bestätigt eine Umstrukturierung.

Paypal-Logo (Symbolbild)
Lukas Schulze/dpa

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Am Standort der Konzerntochter Paypal Europe SE im Berliner Stadtteil Wilmersdorf sollen der Gewerkschaft Ver.di zufolge kurzfristig Hunderte Arbeitsplätze wegfallen. 309 von aktuell 355 Stellen seien bedroht, teilte Ver.di zum offenbar geplanten Stellenabbau bei dem Zahlungsdienstleister mit. "Dies entspricht einem Anteil von etwas über 87 Prozent der aktuell Beschäftigten."

Paypal bestätigte, den Standort "neu zu strukturieren." Der Vorschlag des Unternehmens sehe vor, "dass Teile der Arbeit von den Teams in Berlin-Wilmersdorf an andere PayPal- oder Standorte externer Partner verlegt werden", teilte eine Sprecherin mit.

Paypal konnte Gewinn zuletzt um 31 Prozent steigern

In Berlin sind die Mitarbeiter dem Unternehmen zufolge für die Händler- und Kundenbetreuung zuständig. Die frühere Ebay-Tochter Paypal hatte im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnzuwachs verzeichnet Chart zeigen. In den drei Monaten bis Ende März legte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um 31 Prozent auf 667 Millionen Dollar zu, wie das Unternehmen im April mitteilte.

Der Umstrukturierungsplan sei der Gewerkschaftsseite vergangene Woche vorgestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Zu den Auswirkungen auf die einzelnen Mitarbeiter und Teams machte Paypal bislang keine Angaben: "Dieser Vorschlag unterliegt der Mitbestimmung durch den Betriebsrat am Standort Berlin-Wilmersdorf", hieß es.

apr/dpa



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