US-Regulierungsvorgaben Mega-Fusion von Pfizer und Allergan wackelt

Die Aktie des Botox-Herstellers Allergan ist am Montag nach Börsenschluss in den USA um 22 Prozent eingebrochen. Möglicherweise belasten neue US-Regulierungsvorgaben die geplante Fusion mit Pfizer.

Pfizer-Zentrale in New York
REUTERS

Pfizer-Zentrale in New York


Das US-Finanzministerium hat neue Maßnahmen gegen Steuerflucht im Zuge von Firmenübernahmen ankündigt. Denn Analysten zufolge wackelt damit die geplante Megafusion des Viagra-Herstellers Pfizer und des für sein Anti-Falten-Mittel Botox bekannte Pharmakonzerns Allergan.

Pfizer und Allergan hatten im November ihren Zusammenschluss verkündet. Durch die Transaktion soll der weltgrößte Arzneimittelhersteller entstehen. Die Übernahme soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden.

Der Deal hätte ein Volumen von 160 Milliarden Dollar. Durch den Kursrutsch der Allergan-Aktie müsste Pfizer als Käufer nicht den immensen Preis stemmen, was der Aktie nachbörslich ein Plus von drei Prozent bescherte.

In der US-Politik wurde der Fusionsplan massiv kritisiert, weil Pfizer seinen Steuersitz aus den USA in die Allergan-Heimat Irland verlagern will, wo deutlich niedrigere Abgaben fällig werden.

Die beiden Unternehmen teilten nun mit, die neuen Regulierungsvorgaben aus Washington zu prüfen.

jul/Reuters



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