Pharmakonzerne Pfizer will britischen Konzern AstraZeneca schlucken

Pfizer lässt nicht locker. Der US-Pharmariese bietet erneut für den britischen Rivalen AstraZeneca. Bislang ziert sich der britische Konkurrent.

Pfizer-Zentrale in New York: US-Konzern hatte rund 100 Milliarden Dollar geboten
REUTERS

Pfizer-Zentrale in New York: US-Konzern hatte rund 100 Milliarden Dollar geboten


London - In der Pharmaindustrie zeichnet sich eine der größten Übernahmen der Branchengeschichte ab. Der US-Konzern Pfizer bestätigte am Montag Pläne für den milliardenschweren Kauf des britischen Konkurrenten Astrazeneca Chart zeigen. Pfizer habe bereits im Januar ein Gebot abgegeben und für den Rivalen in bar und in Aktien eine Summe von insgesamt 99 Milliarden Dollar geboten. Das Gebot hatte AstraZeneca abgelehnt.

Am 26. April sei ein erneutes Gebot abgelehnt worden, heißt es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung von Pfizer Chart zeigen. Nun haben die Amerikaner bis 26. Mai Zeit, ein weiteres Gebot vorzulegen.

Aus einem Zusammenschluss zwischen Pfizer und AstraZeneca würde ein Pharmakonzern entstehen, der Medikamente für einen Großteil aller bedeutenden Krankheiten herstellen würde - von Diabetes über Herzerkrankungen bis hin zu Rheumaleiden, wie das "Wall Street Journal Deutschland" schreibt.

yes/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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spon-facebook-10000110374 28.04.2014
1. Jetzt geht's los mit großen Manager-Egos
Erst der Vierfrontenkrieg über Alstom jetzt das. Die sollen mal erklären, was das für Synergien sein sollen und wieso man ohnehin nahezu monopolistischen Konzerne noch weiter vergrößern soll! Allerdings in aller Fairness beschneidet das die Macht der westlichen Regierungen, was immer eine gute Sache ist!
chb_74 28.04.2014
2. Synergien
Zitat von spon-facebook-10000110374Erst der Vierfrontenkrieg über Alstom jetzt das. Die sollen mal erklären, was das für Synergien sein sollen und wieso man ohnehin nahezu monopolistischen Konzerne noch weiter vergrößern soll! Allerdings in aller Fairness beschneidet das die Macht der westlichen Regierungen, was immer eine gute Sache ist!
Das ist seit Jahren die ganz spezielle Strategie von Pfizer: Wachstum wird über schuldenfinanzierte oder über Aktientausch realisierte Zukäufe generiert, nicht über eigene Innovationskraft. So hat Pfizer Warner-Lambert, Wyeth und diverse andere schon geschluckt und im Gegenzug über die Zeit immer mehr eigene Kapazitäten u.a. in F&E reduziert. Inzwischen ist diese Firma allerdings nur noch schwer steuerbar geworden, wie man so branchenintern hört - alles sehr schwerfällig und bürokratisch (also durchaus typisch für große US-Unternehmen!). Irgendwann wird sich Pfizer mal mit der Strategie verpokern und verschlucken. Warum diese Fusion allerdings die "Macht der westlichen Regierungen" beschneiden soll ist mir eher unklar, ebenso inwieweit wie das Beschneiden einer demokratisch gewählten Macht zugunsten eines nur auf Profite schauenden und ausschließlich seinen Eigentümern verpflichteten Gebildes positiv für die Bürger ist.
raber 28.04.2014
3. Noch stärkere Pharma-Firmen
Mit dieser Fusion würden deutsche Pharma-Firmen automatisch im Ranking steigen ohne etwas gemacht zu haben. Ich gebe @chb_74 recht mit seinen Argumenten. Pfizer hat in verganagenen Jahren aber auch öfters unsauber gearbeitet um gegen Konkurrenz aber auch Behörden ihre Denkweise durchzusetzen. Was die Schwerfälligkeit grosser US-Unternehmen anbetrift, sehe ich sie nicht viel anders als die deutscher Grossfirmen wo jeder jeden Kleinkram absichern muss und Verwandtenwirtschaft und Intrigen der ständige interne Kleinkrieg sind. Auch bei Projekten sind die deutschen Planungsqualitäten in diesen Firmen oft genauso misarabel wie bei öffentlichen Bauten: riesige Kostenüberschreitungen und totale Terminverfehlungen. Es wird aber meistens nicht öffentlich und intern dann auch noch verschleiert bzw. minimisiert.
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