Bernanke, Trichet, Brown Allianz-Tochter Pimco wirbt namhafte Berater an

Sie führten Regierungen und Notenbanken, nun sollen sie eine der größten Fondsgesellschaften der Welt beraten: Die Allianz-Tochter Pimco hat sich die Dienste von Ben Bernanke, Jean-Claude Trichet und Gordon Brown gesichert.

Bernanke, Trichet im Februar 2007 mit Ex-Bundesbank-Chef Weber (r.): Ratschläge für Investorenprofis
picture-alliance/ dpa

Bernanke, Trichet im Februar 2007 mit Ex-Bundesbank-Chef Weber (r.): Ratschläge für Investorenprofis


Die Fondsgesellschaft Pimco hat hochkarätiges Personal für sein Beratungsgremium gefunden. Die Ex-Notenbankchefs Ben Bernanke und Jean-Claude Trichet sowie der ehemalige britische Regierungschef Gordon Brown sollen die Investmentprofis des Unternehmens künftig mit ökonomischen, politischen und strategischen Ratschlägen versorgen, teilte die Allianz-Tochter am Montag mit.

Dass Ben Bernanke Pimco beraten wird, ist bereits seit April bekannt. Nun steht fest, dass der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed den sogenannten Beratungsausschuss leiten wird. Der Wirtschaftsexperte stand bis 2014 acht Jahre an der Spitze der Fed. Wie Trichet, der bis 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank war, wurde Bernanke vor allem durch seine Rolle in der Finanzkrise 2008 bekannt. Der Labour-Politiker Brown war von 2007 bis 2010 britischer Premierminister.

Außer Bernanke, Trichet und Brown wurden der ehemalige Chef des Staatsfonds von Singapur, Ng Kok Song, und die Princeton-Professorin und Chefin der Denkfabrik New America, Anne-Marie Slaughter, berufen. Das Gremium soll mehrmals jährlich am Firmensitz in Newport Beach in Kalifornien zusammenkommen. Pimco ist mit zuletzt 1,47 Billionen Dollar Kundengeldern einer der größten Anleihe-Investoren der Welt.

sfm/dpa-AFX

insgesamt 10 Beiträge
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leo19 08.12.2015
1. Kommt darauf an, was diese Herren für eine Funktion ausüben.
Sind das nur Werbeträger oder zählt ihre Meinung wirklich. Ist ihr Blick nach vorne gerichtet oder zählt nur der Rückblick auf heroische Zeiten, wo sie die "Herren der Finanzwelt" waren. Das kann je nachdem gut oder schlecht sein. Die Probleme mit den Mitteln der Vergangenheit lösen zu wollen, ist nicht besonders erfolgreich, wie man an den Nachfolgern dieser einsigen Superstars sehen kann.
bouncyhunter 08.12.2015
2. Die braven Jungs
haben geliefert.Nun gibt es die entsprechende Anschlussverwendung.Hosianna Mammon!!!
digade 08.12.2015
3. pimco
Aha. Die Herren beraten also. Ob sie auch das erworbene Insiderwissen verwenden?! Natürlich nicht (Ironie aus.)
brot_ohne_spiele 08.12.2015
4. Mehr muss man nicht wissen :
"Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden." John Maynard Keynes
Tante_Frieda 08.12.2015
5. Spätrömisch.
Als "Berater" würde man gerne auch sein Geld verdienen.Es geht schon ungerecht zu auf dieser Welt:Da müssen immer mehr Menschen mit immer kleineren Renten sehen,wie sie über die Runden kommen.Auf der anderen Seite verdienen sich immer mehr Luxusrentner zu ihren,wie man vermuten darf, üppigen Ruhestandsbezügen ein ebenso üppiges Zubrot hinzu.Bei solchen Meldungen fällt mir immer wieder Guido Westerwelle ein mit seiner "spätrömischen Dekadenz".Doch halt:Wären diese "Berater" Deutsche,so gehörten sie ja zu seiner Wählerklientel,mit der man es sich ja nicht verderben darf.
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