Online-Foto-Plattform Pinterest beantragt Börsengang in New York

Der Börsengang von Pinterest rückt näher. Die digitale Foto-Suchmaschine reichte entsprechende Unterlagen ein.

DPA

Die Online-Fotoplattform Pinterest hat ihren Börsengang eingeleitet. Einen entsprechenden Antrag bei der US-Wertpapieraufsicht reichte das Unternehmen am Freitag ein. Das Start-up aus San Francisco will seine Aktien unter dem Tickerkürzel "PINS" an der New York Stock Exchange listen lassen.

Angaben zum Zeitpunkt des Börsengangs, zur Zahl der auszugebenden Aktien oder zum Preis der Anteilsscheine machte das Unternehmen zunächst nicht. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde wurde die Firma mit rund zwölf Milliarden Dollar bewertet.

Mit dem Erlös aus der Neuemission will Pinterest nach früheren Angaben weiter in maschinelles Lernen und visuelle Suchtechnologien investieren. Der Fotodienst versteht sich als eine Art digitale Suchmaschine, in der Nutzer nach Ideen etwa für die Inneneinrichtung oder Urlaube suchen und Bilder zu ihren Interessen finden können. Geld nimmt Pinterest vor allem durch Werbeanzeigen ein. Das 2008 gegründete Unternehmen hat etwa 265 Millionen aktive Nutzer.

Erstmals Geschäftszahlen

Im vergangenen Jahr setzte die Foto-Community 756 Millionen Dollar um, was einem Anstieg um 60 Prozent gegenüber 2017 entspricht, wie aus den Unterlagen an die Börsenaufsicht hervorgeht. Der Nettoverlust verringerte sich 2018 auf rund 63 Millionen Dollar von 130 Millionen Dollar im Jahr zuvor.

Auch eine Reihe anderer prominenter Unternehmen plant noch in diesem Jahr den Gang an die Wall Street, dazu gehören etwa der Fahrdienst Uber, dessen Konkurrent Lyft und der Ferienwohnungen-Vermittler AirBnB. Am Donnerstag war der Jeanshersteller Levi Strauss nach 30-jähriger Abwesenheit an die New Yorker Börse zurückgekehrt.

yes/Reuters/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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g.eliot 23.03.2019
1.
Pinterest als Foto-Suchmaschine zu bezeichnen, ist mMn unzutreffend. Pinterest ist eine Platform, also social website, für alle möglichen Interessen-Gruppen: Sammler von Antiquitäten, Kuriositäten und Nippes, Bastler, Garten-Freunde, Ernährung, Körperbewusstsein etc., die dort ihre "Schätze" abbilden lassen oder z:b. ein Fitness-Programm vorstellen. Oft gibt es einen Link zum Verkäufer einzelner Stücke, z.B. zu Ebay oder Amazon. Also fungiert Pinterest auch indirekt quasi als Marktplatz. Um Pinterest dauernhaft benutzen zu können, muss man sich als User registrieren, sonst gibt es keinen Zugang.
GrünesZebra 24.03.2019
2. Pinterest - Das Grauen hat einen Namen
Pinterest ist, was Social Media angeht, schlimmer als Facebook und Co. Der Börsengang wird helfen, noch mehr unethische Praktiken durchsetzen zu können, ist ja alles für den guten Kurs. Den Standard für oft angesteuerte Websiten wird es aber noch weiter senken, denn hier wird und ist Pinterest bereits ein gutes Beispiel dafür, wie es nicht gemacht werden sollte.
g.eliot 24.03.2019
3.
Zitat von GrünesZebraPinterest ist, was Social Media angeht, schlimmer als Facebook und Co. Der Börsengang wird helfen, noch mehr unethische Praktiken durchsetzen zu können, ist ja alles für den guten Kurs. Den Standard für oft angesteuerte Websiten wird es aber noch weiter senken, denn hier wird und ist Pinterest bereits ein gutes Beispiel dafür, wie es nicht gemacht werden sollte.
Können Sie Ihre Behauptungen begründen? Pinterest ist mit Social Media nicht vergleichbar. Es findet kein Austausch von persönlichen Meinungen statt, sondern Pinterest ist ein Treffpunkt für Sammler, für Menschen, die sich für ein bestimmtes Hobby interessieren, wie z.B. für Basteln, Stricken und Häkeln, Gartengestaltung, Einrichtung, Antiquitäten, Kunst bzw. gesunde Ernährung, Fitness etc. Dann veröffentichen die Mitglieder Bilder von ihren Schätzen, veröffentlichen Rezepte etc. etc. Manche verkaufen etwas, ähnlich wie bei Ebay, aber das ist nicht der Hauptanteil. Für meine Begriffe sind Frauen auf Pinterest in der Mehrzahl. Aktuell sind z.B. Osterdekos hoch im Kurs. Wie kann das mit Facebook oder Social Media direkt verglichen werden? Aber warum sollte man eine Website nicht schelcht machen, wenn es wächst? Das ist doch der Trend: Miesmacherei des WWW.
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