Spielzeugindustrie Playmobil-Patriarch Horst Brandstätter gestorben

Die Erfindung der Playmobil-Figuren rettete sein Unternehmen - und beglückte unzählige Kinder. Nun ist Firmeninhaber Horst Brandstätter im Alter von 81 Jahren gestorben.
Horst Brandstätter (2013): Prägender Mann des Spielzeugherstellers

Horst Brandstätter (2013): Prägender Mann des Spielzeugherstellers

Foto: DPA/geobra Brandstätter/Playmobi

Horst Brandstätter ist tot. Der 81-jährige Playmobil-Chef starb bereits am vergangenen Mittwoch nach kurzer schwerer Krankheit, teilte eine Sprecherin der Firma Geobra-Brandstätter am Montag mit.

Brandstätter war Alleineigentümer des Unternehmens, das nicht nur bei Kindern und Eltern in Deutschland enorm bekannt ist. Der Durchbruch gelang ihm im Jahr 1974 mit den Plastikspielfiguren von Playmobil. Der 81-Jährige hatte das Familienunternehmen bis zuletzt zusammen mit zwei Geschäftsführern geleitet.

Geobra-Brandstätter mit der Marke Playmobil ist einer der größten deutschen Spielwarenhersteller. 2014 betrug der weltweite Umsatz der Gruppe, die auch Kunststoff-Pflanzgefäße produziert, 596 Millionen Euro.

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Seit 1974 stellte das Unternehmen nach eigenen Angaben 2,8 Milliarden Playmobil-Figuren her. "Deren Erfolg hat uns vor der Pleite gerettet", sagte Brandstätter im Oktober 2013 SPIEGEL ONLINE in einem Interview. Stolz sei keine Kategorie, in der er denke, sagte er, angesprochen auf sein Lebenswerk. "Ich komme morgens ins Büro und mache meine Arbeit, fertig."

Nach seinem Tod werde sein Erbe auf zwei Stiftungen übergehen, sagte Brandstätter damals, eine Familien- und eine Unternehmensstiftung. Im entscheidenden Gremium, dem Stiftungsrat, hat demnach die aktuelle Führungsriege der Firma das Sagen.

fdi/dpa
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