Dank Playstation Sony schafft wieder einen Jahresgewinn

Nach einem harten Sanierungskurs ist Sony im vergangenen Jahr erstmals seit zwei Jahren wieder profitabel geworden. Für den japanischen Konzern wird die Playstation immer wichtiger.

Sony zeigt die Playstation auf der Tokyo Game Show.
DPA

Sony zeigt die Playstation auf der Tokyo Game Show.


Der japanische Elektronikkonzern Sony hat nach einer Durststrecke wieder ein Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Obwohl es im Schlussquartal einen Verlust gab, verdiente der Konzern in dem Ende März abgeschlossenen Finanzjahr noch 147 Milliarden Yen (umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro). Die Spielekonsole Playstation wird für Sony als tragende Säule immer wichtiger, während das lange Zeit lukrative Geschäft mit Kamera-Sensoren unter der Flaute im Smartphone-Markt litt.

Auf das Geschäft mit den Kameramodulen schrieb Sony zuletzt 59,6 Milliarden Yen ab - und das verhagelte auch die Zahlen der vergangenen drei Monate. Konzernweit gab es einen operativen Verlust von knapp 93 Milliarden Yen. Der Umsatz der Sparte mit den Kamerasensoren fiel um 15,5 Prozent auf 190 Milliarden Yen.

Kameramodule für Smartphones sind in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen und ertragreichen Säule des Sony-Geschäfts geworden. Sie stecken in Modellen vieler Hersteller, unter anderem auch bei Samsung und in Apples iPhones. Im ersten Quartal dieses Jahres wuchs der Markt jedoch nicht mehr, was auch Sony als Zulieferer zu spüren bekam. Mit eigenen Smartphones ist der japanische Konzern ohnehin nur noch ein Nischenanbieter.

Sony dominiert Markt für Spielekonsolen

Im Spielegeschäft sprang der Quartalsumsatz dagegen um neun Prozent auf 315,5 Milliarden Yen (2,57 Milliarden Euro). Für den Herbst hat das Unternehmen große Pläne: Dann kommt die Spezialbrille Playstation VR auf den Markt, mit der Nutzer der Sony Spielekonsole in virtuelle Welten eintauchen können.

Sony verkaufte bisher über 35 Millionen Geräte von seiner aktuellen Konsole Playstation 4 - deutlich mehr als die Rivalen Microsoft und Nintendo. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Absatz der Playstation 4 von 14,8 auf 17,7 Millionen Geräte.

Die Elektroniksparte, die in der Vergangenheit immer wieder für hohe Verluste gesorgt hatte, bekam Konzernchef Kazuo Hirai nach einer harten Sanierung auf Jahressicht in die schwarzen Zahlen. Sonys Geschäft mit Musik und Filmen hat sich schon länger als stabiler Gewinnbringer etabliert.

Für das laufende Geschäftsjahr wagte der Konzern noch keine Prognose, da zunächst die Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe im Südwesten Japans abgewogen werden müssten. Die vergangenen beiden Geschäftsjahre hatte Sony inmitten einer harten Sanierung mit roten Zahlen abgeschlossen, zuletzt stand ein dickes Minus von 125,9 Milliarden Yen. Der Umsatz sank im vergangenen Geschäftsjahr um 1,3 Prozent auf 8,2 Billionen Yen.

brt/dpa



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hotgorn 28.04.2016
1. Alles richtig gemacht
Die ps4 ist auch ein gutes Produkt die preiswert relativ stabile fps liefert. Auch hat Sony marketingtechnisch alles richtig gemacht und keine stasikonsole Ala xbox one angekündigt. Die ps4k wird dann im nächsten Jahr sogar 60fps bei hochglanzgrafik bieten und 4k Fernsehen und Bluerays pushen.
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