Umstrittener Wechsel Bahn verschiebt Entscheidung über Pofallas Zukunft

Wechselt er - oder wechselt er nicht? Die Entscheidung über die berufliche Zukunft von Ex-Kanzleramtsminister Pofalla wird sich weiter verzögern. Konzernchef Grube kündigte nun an, die Bahn werde den Posten des Cheflobbyisten nicht im März besetzen.

Ex-Kanzleramtsminister Pofalla: Keine Entscheidung Ende März
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Ex-Kanzleramtsminister Pofalla: Keine Entscheidung Ende März


Berlin - Über einen möglichen Wechsel des früheren Kanzleramtsministers Ronald Pofalla zur Deutschen Bahn wird vorerst keine Entscheidung fallen. "Am 26. März stehen keine Personalentscheidungen an", sagte Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube. Stattdessen will Grube in der nächsten regulären Aufsichtsratssitzung Ende März lediglich ein neues Konzept für die Fachbereiche "Wirtschaft, Politik und Regulierung" sowie "Europäische Angelegenheiten" vorlegen.

Diese Bereiche werden bisher von Georg Brunnhuber beziehungsweise von Joachim Fried geleitet. Sie werden den Bahn-Vorstand jedoch aus Altersgründen verlassen. Der SPIEGEL hatte bereits Mitte Januar berichtet, der Einstieg Pofallas bei der Bahn verschiebe sich möglicherweise auf 2015.

Seit dem Jahreswechsel gibt es Berichte, dass der CDU-Politiker in den Vorstand kommen und dort unter anderem die Kontakte zur Politik verantworten soll. Dies hatte zu einer heftigen Diskussion über kurzfristige Wechsel von Politikern zu Wirtschaftsunternehmen geführt. Die schwarz-rote Koalition will den Zeitabstand bei einem Wechsel ausgeschiedener Bundesminister in die Wirtschaft nun per Gesetz regeln.

Grube sagte am Dienstagabend, das politische Umfeld in Berlin, den Bundesländern und Brüssel sei für den Erfolg der Bahn weiterhin "ganz entscheidend". Die Arbeit in diesem Bereich werde nicht weniger - es sei eher das Gegenteil der Fall. Den Namen Pofalla erwähnte Grube nicht.

aar/dpa/AFP

insgesamt 2 Beiträge
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bumminrum 22.01.2014
1. Es geht nicht nur um den
Wechsel von der Politik in die Wirtschaft. Herr P. ist weder qualifiziert noch hat er in seinem bisherigen Amt sich für einen solchen Posten empfohlen. Seine Äußerungen zur Spähaffäre sowie sein Verhalten Kollegen gegenüber lassen ihn als Chef von Tausenden Mitarbeitern als offensichtlich ungeeignet erscheinen. Das wird sich auch zukünftig nicht ändern, also auch nicht 2015ff.
Pandora0611 22.01.2014
2. Die Drehtür klemmt!
Jetzt kommt Po-Fal-la nicht rechtzeitig bei der Dahn an, und muss Ehrenrunden schieben. Das hat zur Folge, dass er die Probleme der Bahn *NICHT für beendet *erklären kann. Und das ist schlecht für Grube, welcher sich um seine vorzeitige Vertragsverlängerung Sorgen macht. Und dabei ist doch Po-Fal-la so "qualifiziert" für diesen Posten.
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