VW-Abgasskandal Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz verlässt Porsche

Der VW-Abgasskandal fordert ein weiteres Opfer: Der bislang beurlaubte Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz geht dauerhaft - obwohl es keine Hinweise auf seine Mitverantwortung gibt.

Wolfgang Hatz
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Sportwagenbauer Porsche tauscht seinen Entwicklungsvorstand aus: Auf eigenen Wunsch verlässt der seit September beurlaubte Wolfgang Hatz das Unternehmen. Hatz' Nachfolger ist Michael Steiner, bisheriger Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug/Qualität. Hatz war wegen interner Untersuchungen im Zuge des Abgasskandals bei Volkswagen seit September aus dem Dienst gezogen worden. Bislang habe es aber keinerlei Hinweise auf eine Mitverantwortung von Hatz gegeben, teilte Porsche mit.

Wegen der mit der internen Untersuchung verbundenen Beurlaubung habe Hatz sich entschlossen, Porsche Chart zeigen zu verlassen, heißt es in der Mitteilung. Der Manager arbeitete von 2001 bis 2009 im VW-Konzern als Motorenentwickler - zunächst bei Audi, später bei Volkswagen selbst. Seit Februar 2011 war er Mitglied im Vorstand der VW-Tochter Porsche.

Mit Hatz wird ein weiterer Manager im Volkswagenkonzern als Konsequenz auf den Dieselskandal ausgetauscht: Anfang Dezember hatte der Audi-Aufsichtsrat den Technikchef der Ingolstädter VW-Tochter, Ulrich Hackenberg, aus dem Vorstand entlassen. Bei Volkswagen Chart zeigen übernahm Frank Welsch den Entwicklungsposten für Heinz-Jakob Neußer, der beurlaubt worden war.

Porsche ist bisher vergleichsweise moderat vom Dieselskandal betroffen: Rund 13.000 Exemplare des Geländewagenmodells Cayenne in den USA enthalten bisherigen Erkenntnissen zufolge die Betrugssoftware. Es geht um Fahrzeuge der Jahrgänge 2013 bis 2015 - gemessen am weltweiten Porscheabsatz in dem Zeitraum ist das ein Anteil von etwa zwei Prozent.

kpa/dpa

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